B189 : Straßenbau fast beendet

Die Holperpiste Rohlsdorf-Bahnhof bis zu den Retziner Fischteichen ist bald Vergangenheit.
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Die Holperpiste Rohlsdorf-Bahnhof bis zu den Retziner Fischteichen ist bald Vergangenheit.

Letzter Abschnitt des Kreisstraßenausbaus zwischen Klein Gottschow und der B 189 folgt 2016

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12. September 2015, 12:00 Uhr

Ganz pünktlich wurde dieser Tage mit dem Asphaltieren der Kreisstraße 7017 auf dem Abschnitt von Rohlsdorf-Bahnhof bis zu den Retziner Fischteichen begonnen. Spätestens zum Jahresende sollen die Arbeiten fertig sein, erklärt der Werkleiter der Kreisstraßenmeisterei, Michael Becker.

Der erste Abschnitt dieser Kreisstraße, die von Klein Gottschow bis zum Anschluss an die B 189 führt, ist schon einige Jahre fertig. Mit dem derzeitigen Bau schließt sich eine weitere Lücke, denn die alte Kreisstraße ist in keinem guten Zustand.

Doch die Planung des jetzigen gut 1,5 Kilometer langen Abschnitts war vor allem wegen naturschutzrechtlicher Belange nicht einfach. Unter anderem brütet hier der Ortolan. Die klare Vorgabe lautete: Die Alleebäume entlang der alten Trasse dürfen nicht gefällt werden. Da die alte Straße aber zu schmal ist, um sie auf eine heutigen Anforderungen entsprechende Breite auszubauen, musste eine Ausweichvariante gefunden werden.

So verhandelte die Kreisstraßenmeisterei mit der Agrargenossenschaft Retzin um den Kauf von Flächen. Rund ein Hektar wurden benötigt, damit die Trasse auf einem Teilabschnitt verlegt werden kann. Die Agrargenossenschaft stellte die Fläche zur Verfügung. Und so wird bereits seit Wochen gebaut, müssen Kraftfahrer eine Umleitung über Rohlsdorf in Kauf nehmen.

Der Abschnitt der alten Trasse, der dann keine Straße mehr ist, soll für Ausgleichspflanzungen genutzt werden, erklärt Michael Becker. Daneben verläuft die neue Trasse. Etwa in Höhe des Abzweiges nach Neurohlsdorf bzw. Retzin schwenkt die Straße wieder auf die alte Trasse ein.

Sie wird insgesamt auf 5,50 Meter Breite ausgebaut und asphaltiert. Allerdings, das verschweigt der Werkleiter der Kreisstraßenmeisterei nicht, mussten zwölf Bäume gefällt werden, „um eine sinnvolle Anbindung der neuen an die alten Trasse zu gewährleisten. Wir können schließlich keine S-Kurven bauen.“

Insgesamt kostet der Ausbau rund 600 000 Euro. 50 Prozent davon fördert das Land Brandenburg. 2016 soll der letzte Abschnitt ausgebaut werden: von den Fischteichen bis an die B 189 heran. Derzeit laufe dafür noch das Genehmigungsverfahren, denn es handelt sich bei dem Areal um ein Landschaftsschutzgebiet.

Nach Fertigstellung wäre Klein Gottschow verkehrstechnisch gut angeschlossen, bemerkt Reinhard Benn. Der Ortsvorsteher weiß, wovon er spricht, denn jahrelang hatten die Klein Gottschower um eine ordentliche Zuwegung Richtung Kreisstadt gekämpft.
 

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