Freigabe zum Wochenende : Straße nach Breese wird geöffnet

Der neue Asphalt  ist schon auf die Fahrbahn aufgebracht.
Foto:
1 von 2
Der neue Asphalt ist schon auf die Fahrbahn aufgebracht.

Verkehr soll zur 700-Jahr-Feier in Breese am Wochenende über die L11 aus Richtung Wittenberge rollen. Jubiläumsheft erscheint

von
14. September 2017, 21:00 Uhr

Pünktlich zur 700-Jahr-Feier in Breese am Wochenende soll die L11 zwischen Wittenberge und der Gemeinde geöffnet werden. Darüber informierte Lutz Herzberg als Bauleiter von der Ost Bau GmbH auf Anfrage. „Wir werden die Straße extra für die Feierlichkeiten freigeben. Ab Montag erfolgt dann eine halbseitige Sperrung mit einer Ampelregelung.“ Es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde, „da es sich noch um eine Baustelle handelt“.

Laut Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung West beim Landesbetrieb Straßenwesen, liege das rund sieben Millionen Euro teure Bauprojekt im Zeitplan. Bis zum 30. Oktober soll der Hochwasserschutz komplett hergestellt sein. „Nun muss die Straßenanbindung erfolgen“, so Schmidt. Lutz Herzberg ergänzt, dass auch der Rad- und Gehweg sowie die Straßenbeleuchtung noch in Angriff genommen werden müssen.

Unterdessen laufen die letzten Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier in Breese. „Die beiden Zelte am Sportplatz stehen schon“, so Bürgermeister Werner Steiner, der morgen und übermorgen auf möglichst viele Besucher hofft. „Ich bin froh, dass die L11 von Wittenberge zu uns geöffnet wird. Dafür vielen Dank an die Firma Ost Bau.“ Streng genommen wird nicht Breese 700 Jahre alt, sondern die frühere Siedlung Neuburg. Sie befand sich einst in den heutigen Gemarkungsgrenzen von Klein Breese und wurde 1317 erstmals erwähnt. Genauer in einem Vertrag vom 25. November 1317 zwischen König Erik von Dänemark und den Herren Heinrich von Mecklenburg einerseits und dem Markgrafen Woldemar von Brandenburg andererseits.

Die Heimatfreunde um Silke Last (M.) sind stolz auf ihr Heft, das neben einer kleinen Chronik auch Geschichten bereit hält.
Foto: Reik Anton
Die Heimatfreunde um Silke Last (M.) sind stolz auf ihr Heft, das neben einer kleinen Chronik auch Geschichten bereit hält.
 

Diese Ersterwähnung ist auch das Herzstück einer Festschrift, die zehn Mitglieder des Heimat-, Geschichts- und Kulturvereins erstellt haben. „Wir haben ein knappes Jahr daran gearbeitet. Jetzt sind wir stolz, dass die Broschüre vor uns liegt“, erzählt Silke Last, die für das 56-seitige Heft mitverantwortlich zeichnet. Maßgeblich aufgebaut wurde dieses auf dem Material, das der mittlerweile verstorbene Klaus Mewes über Jahre sammelte.

Dieses Material ergänzten die Heimatfreunde mit Eckpunkten, die ihnen wichtig erschienen, so wie die Arbeit der Vereine darzustellen und zu bebildern. Der Leser erfährt auch, dass das heutige Breese mit seinen Gemeindeteilen aus kleinen Siedlungen entstand. „Sie hießen Knieperloch, Neuhof, Mühlenwinkel, Leinort oder Sophiendorf“, berichtet Silke Last. Einige der Bezeichnungen finden sich in den heutigen Straßennamen wieder.

Wer eines der Jubiläumshefte kaufen möchte, kann das während der Feierlichkeiten am Stand des Heimatvereins. Die erste Auflage umfasst 1000 Stück. „Außerdem gibt es die neueste Ausgabe der Prignitzer Heimat und auch Anstecker mit dem Neuburg-Motiv“, erklärt Christiane Sajonz vom Verein. Alle Mitwirkenden sind sich mit Blick auf die jüngere Breeser Historie einig, dass ihre Arbeit noch nicht getan ist. Und sie bedanken sich bei allen Einwohnern, die ihre Fotos und Geschichten zum aktuellen Heft beisteuerten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen