Stepenitz-Brücke: Reparatur nur in abgespeckter Variante

<strong>Die Brücke</strong> über die Dömnitz zwischen Wolfshagen und Helle. Teile des Ziegelgewölbes sind ausgebrochen. Das Bauwerk soll jetzt teilsaniert werden. <fotos>Thomas Bein (2)</fotos>
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Die Brücke über die Dömnitz zwischen Wolfshagen und Helle. Teile des Ziegelgewölbes sind ausgebrochen. Das Bauwerk soll jetzt teilsaniert werden. Thomas Bein (2)

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08. März 2013, 04:39 Uhr

Wolfshagen/Klein Linde | Für 53 600 Euro soll die Ziegelgewölbebrücke über die Dömnitz zwischen Wolfshagen und Helle in diesem Jahr instand gesetzt werden. Rund 19 800 Euro fließen dabei als Eigenmittel der Gemeinde. Damit, so betonte Halldor Lugowski, Bauamtsleiter der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), könne die Nutzung dieser Brücke, über die auch zwei überregionale Radwege, nämlich die Brandenburg- und die Gänsetour verlaufen, für weitere 15 Jahre nutzbar gemacht werden. Allerdings nur, wenn sie auf 3,5 Tonnen beschränkt wird. Schwerere landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge sind nicht mehr zugelassen. Zur langfristigen Sicherung des Bauwerkes seien umfangreichere Arbeiten notwendig. Dafür fehle der Gemeinde aber das Geld, denn sie befindet sich in der Haushaltskonsolidierung.

Genau das sei auch der Knackpunkt, warum an der Stepenitzbrücke zwischen Rohlsdorf und Klein Linde nichts gemacht werden könne, antwortete Lugowski auf die Anfrage von Ortsvorsteher Norbert Milatz in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag Abend. Diese Brücke müsse von Grund auf saniert werden. Eine Investition von rund 650 000 Euro. Da das Land Brandenburg derartige Straßenbaumaßnahmen aber nur noch zu 50 Prozent fördere, hätte die Gemeinde 325 000 Euro Eigenmittel aufzubringen. Daran scheitere das Vorhaben. Im Gegensatz zur Dömnitzbrücke, deren Gewölbe bereits ausbreche, sei die Klein Linder Stepenitzbrücke noch standsicher, allerdings auf 6 Tonnen begrenzt.

Abhilfe könnte es geben, wenn die Gemeinde Mittel aus dem Ausgleichsfonds des Landes für kommunale Investitionen erhält. Das Potsdamer Innenministerium habe sich mit einer entsprechende Anfrage an die Landkreise gewandt, welchen diesbezüglichen Bedarf es in Kommunen gibt, die mit Haushaltssicherungskonzept arbeiten. Bei den Maßnahmen, die die Gemeinde Groß Pankow dafür eingereicht hat, spiele die Klein Linder Brücke eine vorrangige Rolle.

Sie bedeutet für die Klein Linder Bewohner die Verbindung zur B 189. Ansonsten bliebe nur der weitere Umweg über Kreuzburg. Und das sei unzumutbar, wie sie schon vor Jahren deutlich gemacht, sich für den Erhalt der Brücke auch alle zum Gruppenfoto auf selbiger getroffen hatten.

Ob aus dem Ausgleichsfonds nun wirklich Geld fließt für die Brückenin standsetzung, ist bislang völlig offen. Zunächst entscheide die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung über die eingegangenen Vorschläge.

Man könne sicher unabhängig davon den Straßenbelag auf der Stepenitzbrücke erneuern, aber das würde nichts an dem Zustand des Bauwerkes ändern und wäre damit unnütz ausgegebenes Geld, machte Lugowski in der Gemeindevertretersitzung deutlich.

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