Stele erhält noch Bett aus grünem Glasgranulat

<strong>Grün wie</strong> Schriftzug und Wappen wird auch das Bett.
Grün wie Schriftzug und Wappen wird auch das Bett.

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28. Juni 2012, 09:37 Uhr

Perleberg | Trotz Dauerregens machten sie sich auf den Weg durch die Stadt - die Mitglieder des Seniorenbeirates. Begleitet wurden sie von Robert Kazmierczak, zuständig für Verkehr im Ordnungsamt.

Aus Blickwinkel der älteren Generation bzw. Menschen mit Handicap betrachteten sie, wie alltagstauglich ist denn Perleberg. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Es hat sich dahingehend ganz viel getan. Mit jedem Straßenneu- bzw. Ausbau wurden Borde abgesenkt und auf stark befahrenen Straßen entstanden Querungshilfen wie am Kreisel. Allerdings müsse man auch bereit sein, mitunter einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, denn in Richtung ehemaliger B 5 muss man sich ansonsten schon in Geduld üben, um über die Fahrbahn zu gelangen. Doch verkehrlich sei hier eine Querungshilfe aufgrund der Breite nicht zu realisieren, so der Mitarbeiter des Ordnungsamtes.

Stichwort Kreisel: Mit dem Aufbau der Stele war die Rede davon, dass diese eingefasst werde in ein Bett aus grünem Glasgranulat. Bis dato empfange den Betrachter immer noch das Provisorium aus Beton. Bleibe es bei diesem Anblick? Das fragte Heini Pohle, Vorsitzender des Seniorenbeirates, nach. Der "Prignitzer" gab die Frage weiter an Hagen Boddin, Bauamtsleiter. Es handle sich hier noch um eine Leistung des Künstlers Bernd Streiter. Jener sei dabei, den Einbau des Granulats vorzubereiten. Boddin gehe davon aus, dass dieses in den nächsten Wochen auch erfolge.

Noch ein Part geht in Richtung Bauamt. Der Gehweg vor dem Discounter in der Reetzer Straße endet abrupt. Es folgen einige Meter Sandweg, die bei Regen vor allem für Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf den Rollator angewiesen sind, zum Problem werden. Und jene gebe es hier relativ viele, denn unweit ist das Pflegezentrum Ackerstraße. Das Bauamt versicherte, dass man sich die Sache ansehen und für eine Lösung sorgen werde.

In Auftrag gegeben ist hingegen schon das Zusatzschild, das an der Zufahrt zum Parkplatz Sophienstraße davon kündet, dass hier auch Caravans Halt machen können. In diesem Zusammenhang regte Hartmut Unglaub, der die Kreisverkehrswacht vertritt, an, auch aus Richtung B 5 unmittelbar vor der Auffahrt den Parkplatz ebenfalls per Hinweis anzukünden. Kein großer Umstand, denn ein solches Schild existiert bereits in andere Richtung. Das Pendant soll umgehend folgen.

Ins Gespräch gebracht wurde auch die Vielzahl von Aufstellern in der Fußgängerzone oder im verkehrsberuhigten Bereich. Heini Pohle: "Rollstuhlfahrer müssen auf die Straße ausweichen" und er deutet auf die Poststraße. "Das dürfen sie auch, denn es handelt sich um einen verkehrsberuhigten Bereich, sprich Fußgänger und Kraftfahrer sind gleichrangig." Es gelte gegenseitige Rücksichtnahme, wobei die Kraftfahrer hier noch mehr gefordert sind, erläutert Robert Kazmierczak.

Kritisch angemerkt von Renate Hirschmeier wurde die Sauberkeit vor einigen Grundstücken. "Hier müssen sich einige Bewohner auch an die eigene Nase fassen", so der Tenor in der Runde. Vielfach seien es die Alten, die einfach zu Besen, Harke und Hacke greifen und nicht lange diskutieren. "Jeder möchte, dass unsere Stadt immer noch ein Stück schöner wird. Wenn jeder auch ein kleines bisschen dazu beiträgt, dann klappt das auch", sind sich Gisela Schoop (DRK) und Sabine Schulz (Awo) ganz sicher.

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