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Perleberger Innenstadt : Statt Freude purer Vandalismus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bilanz einer Silvesternacht: gesprengte Automaten und Papierkörbe, demolierte Bänke und jede Menge Knallerreste

von
erstellt am 03.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Ein frohes neues Jahr. Angesichts der Schäden, die zum Jahreswechsel in der Stadt verursacht wurden, kann Holger Schelle, amtierender Leiter des Stadtbetriebshofes, allerdings nur den Kopf schütteln. „So viele Schäden und soviel Dreck hatten wir sonst nie.“

Während die Mehrzahl der Perleberger in Partylaune und zumeist Punkt Mitternacht auch mit einem zünftigen Silvesterfeuerwerk das neue Jahr begrüßten, zogen offensichtlich auch einige Vandalen durch die Stadt. Überall treffe man auf ihre Spuren, berichtet Holger Schelle. Direkt vor dem Rathaus musste die Bank daran glauben. Mit brachialer Gewalt wurden die Latten samt Scharniere herausgerissen. „Das in Ordnung zu bringen ist keine Angelegenheit von Minuten und kostet der Stadt zusätzlich Geld, und davon nicht zu wenig“, so Schelle.

Die Liste der Schäden der Silvesternacht ist aber noch um einiges länger. In der Thomas-Müntzer-Straße wurden zwei Kaugummiautomaten gesprengt, in der Karlstraße kurz vor dem Schwimmbad ein Zigarettenautomat. Auf dem Großen Markt und vor der Rolandschule wurden in zwei massiven Betonpapierkörbe offensichtlich Böller gezündet. Die Wucht der Explosion riss sie förmlich auseinander. Ebenso den metallenen Abfallbehälter vor dem Gymnasium in der Wilsnacker Straße. „Allein diesen zu ersetzen kostet gut und gerne 200 Euro“, überschlägt der amtierende Betriebshofchef.

Aschenbecher an Papierkörben wurden abgetreten bzw. Böller in ihnen gezündet, so dass die Abdeckung total verbogen wurde und ihren Zweck nicht mehr erfüllen kann. Auch Streusandbehälter waren vor den Vandalen nicht sicher. Es wurde gezündelt und gesprengt, was gerade den Weg säumte. „Vorsorglich haben wir im Vorfeld der Silvesterknallerei die Plastikbehälter in den Papierkörben herausgenommen und durch blaue Säcke ersetzt. In den Jahren zuvor waren die meisten nach der Knallerei nicht mehr brauchbar“, so Holger Schelle. Derweil werden die Papierkörbe wieder mit den dafür vorgesehenen Behältern ausstaffiert.

Alle Hände voll zu tun haben die Kollegen des Stadtbetriebshofes zudem, um Straßen und Plätze von den Rudimenten des Feuerwerks zu reinigen. Die Kehrmaschine war bereits Neujahr von 7.30 bis 12.30 Uhr im Einsatz und gestern ging es weiter, es wurde gekehrt und die Besatzung von zwei Fahrzeugen sammelte die Reste der Feuerwerksbatterien ein. In diesem Zusammenhang appelliert Holger Schelle auch an die Anwohner. Jeder, der das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt hat, sollte auch dafür sorgen, dass die Überbleibsel vor seiner Tür weggeräumt werden.

Relativ ruhig verlief hingegen für die Kameraden der Perleberger Feuerwehren der Jahreswechsel. „Silvester gegen 18 Uhr wurden wir in die Friedenstraße gerufen. Hier brannten gelbe Säcke. Neujahr hatten wir noch einen Fehlalarm“, ist von Stadtwehrführer Thomas Gäde zu erfahren.

 

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