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SSV Einheit Perleberg : Statt Anbau nun vielleicht Neubau?

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Aus der Redaktion des Prignitzers

SSV Einheit hofft auf Förderempfehlung des Kreissportbundes für Vereinshaus

von
erstellt am 20.Apr.2016 | 04:55 Uhr

Über Leader hoffte die Stadt auf Fördermittel, um einen Anbau am Vereinshaus im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zu finanzieren. Der Traum zerplatzte wie eine Seifenblase. Der Grund: Perleberg liege nicht in der sogenannten Gebietskulisse für Leader. Somit ist das Vorhaben nicht über den Stadt-Umland-Wettbewerb zu realisieren.

Die Stadt versprach nach alternativen Möglichkeiten zu suchen. Nicht ohne Grund: Die derzeitige Situation im Vereinshaus ist alles andere als befriedigend. Die 20 Jahre haben baulich aber auch an der Ausstattung unübersehbare Spuren hinterlassen. So sieht es auch Frank Döring, Vorsitzender des SSV Einheit. „Wir haben einen großen Zulauf gerade auch im Kinder- und Jugendbereich beim Fußball und in der Leichtathletik. Dafür sind die Umkleiden und der Sanitärbereich inzwischen viel zu klein“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Mittlerweile müssen bei Punktspielen und ähnlichen Veranstaltungen oftmals mehrere Mannschaften sich eine Kabine teilen. Zudem habe man nun auch Frauen- und Mädchenmannschaften, die notgedrungen schon den Gastronomiebereich zum Umziehen nutzen müssen. „Wir müssen uns schon überlegen, ob wir überhaupt noch neue Mitglieder aufnehmen. Und das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders“, so Döring

Die Vorstellungen gehen nun in die Richtung, im Bereich des B-Platzes ein Mehrzweckgebäude zu errichten. In Eigenregie für den Verein, mehr als eine Nummer zu groß. Nach Abstimmung mit der Stadt hat der SSV Einheit nun einen sogenannten Vorantrag im Rahmen der ersten Förderetappe des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP genannt) gestellt. Dieses Programm sieht vor, dass Vereine ihre Anträge über den Kreissportbund einreichen und dieser sie mit einer Empfehlung an den Landessportbund weiterleitet. „Für uns heißt das jetzt, hoffen und ganz fest Daumendrücken“, fügt Frank Döring an.

Entgegen der Kriterien des Stadt-Umland-Wettbewerbes ist ein Neubau nach dem KIP förderfähig und das zu 75 Prozent. „Wir sind froh, dass uns die Stadt dahingehend unterstützt, damit wir auch den Eigenanteil stemmen können.“ Dieser ist Bestandteil des Nachtragshaushaltes 2016 der Stadt. „Vorausgesetzt natürlich, die Stadtverordneten stimmen dem zu“, betont der Vereinsvorsitzende.

Je nachdem, wie über den Antrag in der ersten Förderetappe nun entschieden wird, könnte ein weiterer zur Sanierung des alten Vereinsheimes für die zweite Förderetappe folgen, informierte Ulrike Ziebell vom Kulturamt die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses. „Hier steht dann nicht mehr ein Anbau zur Debatte, es geht einzig und allein darum, das Haus wieder auf Vordermann zu bringen“, ergänzt Frank Döring. Damit hätte man dann gute Voraussetzungen, das Areal auch an andere Vereinen und Verbänden zu vermieten für Trainingslager und dergleichen. „Somit käme auch Geld wieder in die Kasse.“  

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