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Der Prignitzer

21. September 2017 | 03:34 Uhr

Quitzow : Starkregen überflutet Zufahrt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Quitzow. Vorrübergehende Vollsperrung auf der B 5

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 19:00 Uhr

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen musste die Feuerwehr ausrücken, um die überflutete Zufahrtsstraße zum Quitzower Gewerbegebiet abzupumpen.

Wie von Einsatzleiter Christoph Passow zu erfahren war, wurden heute um 9.30 Uhr die Wehren aus Quitzow, Spiegelhagen und Perleberg alarmiert. Im Zuge des Einsatzes wurde die B 5 zwischen der Abfahrt von der B 189 und der Kreuzung in Quitzow gesperrt. „Wir haben uns für eine Vollsperrung entschieden“, sagt Christoph Passow, „weil die Toleranz der Mitbürger für derartige Einsätze nicht vorhanden ist.“ Trotz Polizeipräsenz und entsprechenden Sperrungen und Ausschilderungen an den Zufahrten, versuchen einzelne Kraftfahrer durchzukommen, so dass die Polizei handeln muss.

Die Kameraden der Feuerwehr pumpen das Wasser von der Straße und aus der Kanalisation ab, die die Wassermassen nicht aufnehmen kann.

Uwe Schleich, verantwortlich für den Feuer- und Katastrophenschutz bei der Stadt Perleberg blickt skeptisch auf den Regenradar. „Die Gewitterfront, die auch wieder Starkregen mit sich führen soll, wird für den Nachmittag vorausgesagt“, sagt er gegen 11 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Wehren nach und nach abziehen.

Zunächst entspannt sich die Wetterlage. Doch die Wetterwarnung gilt bis Mittwoch 18 Uhr. Deshalb wird eine Pumpe stationär installiert, die auch in der Nacht personell besetzt ist. „Sollte es wirklich noch einmal stärker regnen, müssen die Kameraden der Feuerwehr noch einmal zum Einsatz ausrücken“, so Uwe Schleich. Besonders betroffen ist das direkt an der Zufahrtsstraße gelegene Autohaus Bruhns, dessen Stellplätze teilweise unter Wasser stehen. „Bei den starken Regenfällen kommt das Wasser von allen Seiten“, berichtet Inhaber Bernhard Bruhns. „Unser Autohaus liegt am tiefsten Punkt, und da sammelt sich das Wasser. Wenn die Autos durchfahren, fließt das Wasser auf unser Grundstück. Bei Starkregen kommt es auch so.“ Für Bruhns liegt ein Teil der Ursachen am Graben an der B 5, der voll sei, sowie an den Banketten, die nicht gemäht wurden, „wie es beispielsweise am Krankenhaus passiert ist“. Daher habe er sich inzwischen auch mit einem Schreiben, das andere Betroffene ebenfalls unterschrieben haben, an die Bürgermeisterin und an den Landesbetrieb Straßenwesen in Kyritz gewandt.

Seitens der Stadt sieht man die Ursache weniger von der B 5 als aus dem Gewerbegebiet kommend. Dennoch weiß Uwe Schleich, dass gehandelt werden muss. Er hofft, dass sich beide Baulastträger – Stadt Perleberg und Landesbetrieb Straßenwesen – schnell zusammenfinden, um an dieser Stelle eine schnelle Lösung zu finden.

Bernhard Bruhns hat inzwischen eigene Pumpen im Einsatz, die sein Gelände abpumpen. Für ihn wären die Räumung des Banketts sowie die Herrichtung des Straßengrabens ein erster Schritt.

Gegen 12.45 Uhr wird die Sperrung erst einmal zurückgebaut. „Das heißt, sie steht neben der Straße, um gegebenenfalls wieder aufgestellt zu werden“, so Uwe Schleich über den aktuellen Stand am späten Nachmittag.

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