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Frühlingsmärkte in der Prignitz : Starker Wind setzt Märkten zu

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Egal ob in Blüthen, Perleberg oder Weisen – statt Frühlingserwachen beherrschte das stürmische Wetter die Veranstaltungen

von
erstellt am 20.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Eigentlich sollte am Sonnabend der Frühling in der Region begrüßt werden. Gleich mehrere Themenmärkte wollten die für einige schönste Jahreszeit willkommen heißen. Doch der heftige Wind zwang die Organisatoren vielerorts, umzuplanen.

Blüthen

Während die ersten Besucher aus der Prignitz, aus Parchim, Ludwigslust, Güstrow etc. des Frühlings- und Ostermarktes am Sonnabend in Blüthen schon gut eine halbe Stunde vor dem Startschuss auf das Gelände drangen, kämpften die Händler auf dem Hof noch mit dem Aufbau ihrer Stände. „Der Platz war voll besetzt, aber einige sind gleich oder etwas später wieder abgereist, einige sind wegen des Wetters erst gar nicht gekommen“, sagt die Marktverantwortliche bei der Gemeinde Karstädt, Doreen Lüdemann. Glück für den, der in der Halle einen Stand ergattert hatte und dort war jede Menge los. Zwar nicht so viel wie gewohnt, dennoch herrschte den ganzen Tag über ein reges Treiben – Hunderte fanden den Weg nach Blüthen. „Wir kommen jedes Jahr hier her, es gefällt uns sehr gut, ob nun Oster- oder Weihnachtsmarkt. Sie geben sich hier immer sehr viel Mühe“, sagen Elke und Hans Graf aus Karstädt. „Ich fahre ab und an hier her. Man findet immer eine schöne Kleinigkeit“, sagt auch Waltraud Becker aus Putlitz. Sie trafen wir am Stand von Horst Weimüller aus Frehne, der seine Drechslerarbeiten – u.a. Osterhasen in jeder Größe – anbot. „Meine Ware ist unbehandelt, aus rohem Holz“, so der Frehner. Und von daher kommt für ihn sowieso nur ein überdachter Stand – in Blüthen eben in der Halle – in Frage. Genauso wie für andere Kunstgewerbetreibende oder die Pritzwalker Landfrauen mit ihren Strickwaren.

Perleberg

Umplanen mussten die Mitarbeiter der Lebenshilfe Gärtnerei in der Hamburger Chaussee wegen des starken Windes. Die Außenstände wurden abgebaut, glücklicherweise konnten sich die Besucher aber in den Gewächshäusern nach Frühlingsblühern umsehen. So wie Renate Groenewegen aus Horst bei Wolfshagen, die gemeinsam mit ihrem Mann nach Perleberg kam. „Wir haben einen großen Garten. Einige Stiefmütterchen, Krokusse und Schneeglöckchen haben wir schon gepflanzt. Die sind schon draußen und leuchten richtig“, erzählt Renate Groenewegen.

Trotz des Wetters versuchten sich Alina (11) und ihre dreijährige Cousine Tammie beim Eiertrudeln vor dem Gewächshaus. „Sie sind aus Hamburg zu Besuch hier und wir dachten uns, schauen wir doch mal hier in der Gärtnerei vorbei“, berichtet Kerstin Hasse, die nach Blümchen für ihren Garten Ausschau hielt.

Weisen

Ein breites Angebot hatten sich die Organisatoren des Frühlingsmarktes ausgedacht. Doch wegen des starken Windes mussten die Händler vom Parkplatz vor dem Landmarkt an die Seite des Gebäudes umziehen, wo es aber weniger Platz gab. „Das Wetter kann keiner beeinflussen. Wir machen nun das Beste daraus“, sagt Mit-Organisator Björn Hausmann. Geboten wurde dennoch Einiges: Die Kinder konnten mit einem großen Traktor mitfahren. Auf einer „Holzmeile“ wurden maschinell Baumstämme und Äste zersägt. Einige Unternehmen aus dem Ort zeigten ihre Maschinen, darunter auch Kräne, die dem heftigen Wind trotzten. „Die meisten Geräte zur Holzzerkleinerung haben Privatleute zur Verfügung gestellt. Ohne sie wäre das nicht möglich“, betont Björn Hausmann. Das Holz wurde mitnahmebereit in Big Bags verstaut und an den Meistbietenden versteigert. „Der Erlös kommt einem guten Zweck in unserer Gemeinde zugute“, so Hausmann. Die Weisener Kita rundete das Programm im Inneren des Landmarktes ab.

 
 

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