SRB Landtechnik in Karstädt : Starke Wirtschaft als Indikator

Bärbel Röhncke, Inhaberin der SRB Westprignitzer Landtechnik, im Gespräch mit Landratskandidat Torsten Uhe.
Foto:
Bärbel Röhncke, Inhaberin der SRB Westprignitzer Landtechnik, im Gespräch mit Landratskandidat Torsten Uhe.

SBR Westprignitzer Landtechnik GmbH in Karstädt lud zur Hausmesse. Geschäftsführerin Bärbel Röhncke feiert zehnjähriges Jubiläum.

svz.de von
31. März 2014, 12:00 Uhr

„Ich wünsche mir, dass die Politik ein offenes Auge für die Wirtschaft hat. Die Wirtschaft ist der Indikator für alles Weitere. Nur durch eine starkte Wirtschaft kann man auch sozial sein“, sagte Bärbel Röhncke, Geschäftsführerin der SBR Westprignitzer Landtechnik GmbH am Sonnabend auf der mittlerweile 24. Hausmesse, die zehnte unter ihrer Regie. Diesen Tag der offenen Tür nahm der Landratskandidat der SPD, Torsten Uhe, zum Anlass, sich bei der Inhaberin über das Unternemen zu informieren.

Seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 2003 führt die ehemalige Bauingenieurin den Betrieb, der hauptsächlich mit Land- und Gartentechnik handelt. Im vergangenen Jahr nahm die heute 61-Jährige rund eine halbe Million Euro durch Kredite in die Hand, um zu investieren. Eine neue Service- und Schweißhalle mit einem Kran, der acht Tonnen Last tragen kann, wurde gebaut, die Montagehalle sowie die Autowerkstatt saniert und der riesige Hof gepflastert. Die neue Halle ist durch die großen Fenster überaus Lichtdurchflutet. „Ich bin eine Frau und sehe viele Dinge anders. Die Mitarbeiter, die den ganzen Tag in der Halle arbeiten müssen, sollen auch raussehen können“, sagte Bärbel Röhncke bei ihrer Führung, bei der sie dem Landratskandidaten auch die modernste, schwerste Technik der Landwirtschaft zeigte und erklärte. „Das Lebenswerk meines Mannes konnte ich nicht kaputtgehen lassen“, so die Powerfrau, die sich in den letzten zehn Jahren in der Branche einen Namen gemacht hat. Neben ihren Aufsichtsratstätigkeiten bei der VR Bank Prignitz und der Interessengemeinschaft Landmaschinen-Fachbetriebe Peine (ILAFA) ist sie auch Vize-Präsidentin des Landtechnik-Verbandes Brandenburg, Präsidialmitglied der IHK in Potsdam und ehrenamtliche Handelsrichterin am LG Neuruppin und dann kandidiert sie noch für den Kreisbauernverband für den Kreistag.

Natürlich war auch ein Thema der berufliche Nachwuchs. Sie habe aber nicht so das große Problem. „Es gibt viele junge Leute, welche bei uns zumindest schon eimmal Praktikum machen wollen, sich dafür interessieren. Das Problem ist aber generell, dass viele Mädchen aus der Region weggehen, und das ist für die Zukunft nicht gut“, so die Firmenchefin, die derzeit 36 Mitarbeiter, darunter einen Auszubildenden, beschäftigt. „Ich habe jetzt erst investiert und muss noch ein bisschen arbeiten. Aber ich muss auch meine Nachfolge regeln. Und das will ich aus meinem Unternehmen heraus machen.“ Denn ihre beiden Kinder sind im Westen bestens versorgt. Das Hauptbetätigungsfeld der SRB Westprignitzer Landtechnik GmbH liegt im rund 70-Kilometer-Radius von Karstädt, teils liefert sie aber auch in ganz Deutschland aus. Zum Beispiel ist die Powerfrau Generalimporteur für einen französischen Hersteller von Bodenbearbeitungsmaschinen.

Und dann wollte Torsten Uhe natürlich wissen: „Wird Ihnen die A14 helfen?“ Die klare Antwort: „Auf alle Fälle. Im Moment sind die Fahrwege für die Transporte alles andere als gut“, so Bärbel Röhncke.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen