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Landtagswahl 2014 : Starke Prignitz im Landtag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Alle drei Abgeordnete aus dem Landkreis wieder im neuen Parlament vertreten. Es gibt Zweifel an der Seriösität der AfD.

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Der Landkreis Prignitz ist erneut stark im Landtag vertreten. Neben Holger Rupprecht (SPD), der das Direktmandat gewann, schafften auch Gordon Hoffmann (CDU) und Thomas Domres (Die Linke) über die Landesliste im Wahlkreis I den erneuten Einzug.

Im Wahlkreis II (WK), zu dem die Ämter Putlitz-Berge und Meyenburg, die Gemeinde Groß Pankow sowie Teile der Ostprignitz gehören, errang Ina Muhß (SPD) das Direktmandat: Mit 30,65 Prozent verwies sie äußerst knapp Dr. Jan Redmann (CDU) auf den zweiten Platz (29,3 Prozent). Den dritten Rang belegt die Linke mit Dieter Groß, der sein bisheriges Mandat damit verliert. Redmann hingen schafft den Einzug.

Auch bei den Zweitstimmen gibt es Differenzen zwischen den Wahlkreisen. Zwar wird die SPD in beiden stärkste Kraft, aber im WK II erzielt sie mit 31,82 Prozent gut acht Punkte weniger. Dagen sind CDU, Linke und AfD stärker.

Achtungserfolge erzielten die kleinen Parteien. Die Freien Wähler ziehen gar mit drei Vertretern in den Landtag ein. Der Prignitzer Kandidat Jörg Arnold ist nicht darunter. Mit 1,42 Prozent erreichte er aber noch ein besseres Ergebnis als Andreas Schulz (FDP), der auf 1,39 Prozent kam. „Persönlich habe ich dieses Ergebnis erwartet, ich bin in der Prignitz unbekannt“, sagt Arnold. Das Abschneiden der Freien Wähler bezeichnet er als „hervorragend“. „Wir werden im Parlament Interessen und Themen ansprechen, die bisher keine Rolle spielten.“ Sie umzusetzen, sei eine andere Frage.

Frank Heinke (B90/Grüne) ist mit seinen 3,59 Prozent zufrieden: „Ich habe im Wahlkampf Erfahrungen gesammelt, die mir in der Zukunft helfen werden.“ Er freue sich, dass die Grünen erneut im Parlament sind, „das ist gut für eine starke Opposition“. Sein Engagement für die Prignitz wolle Heinke fortsetzen.

Das schwächste Einzelergebnis erzielte Andreas Schulz, der in diesem Jahr bei den Kommunalwahlen bereits seine Mandate im Kreistag und in der Gemeindevertretung Karstädt verloren hat. In einer schriftlichen Mitteilung gratuliert er den Wahlsiegern.

Das schlechte Abschneiden seiner Partei und ihrer Direktkandidaten, die laut Schulz alle „ein unterirdisches, schlechtes Wahlergebnis“ einfuhren, wertet er in erster Linie immer noch als „Quittung für die Arbeit der Bundes-FDP“. Das sei nicht fair und schmerze ihn persönlich sehr. Ohne FDP habe er als kleiner Selbstständiger in Potsdam kein Sprachrohr und keine Lobby mehr. Die anderen Parteien vertreten aus seiner Sicht die Prignitzer Unternehmen nicht ausreichend. Als FDP-Kreisvorsitzender wünsche er sich eine Neuausrichtung der Landes und Bundes-FDP.

Der Abschneiden der AfD im Land und in ihrem WK I gibt Domres wie Hoffmann sehr zu denken. Der Christdemokrat ist überzeugt, „dass die AfD keine seriöse Alternative ist“. Die Partei wolle mit einfachen Antworten auf komplizierte Fragen bei den Wählern punkten. Hoffmann wie Domres sagen, die AfD hätte kein Konzept, keine Programmatik für Brandenburg. „Die AfD-Mitglieder müssen im Landtag zeigen, dass sie die zwölf Prozent, mit denen sie gewählt sind, auch wirklich wert sind“, fordert der Linken-Politiker.



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