Stadtoberhaupt zollt Rettern Respekt

Ehrungen ab zehn Jahre für Feuerwehrfrauen und -männer nahm die Stadt Perleberg jetzt im Rathaus vor. bahlo
Ehrungen ab zehn Jahre für Feuerwehrfrauen und -männer nahm die Stadt Perleberg jetzt im Rathaus vor. bahlo

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23. November 2012, 04:51 Uhr

perleberg | Noch wird landesweit diskutiert, wie denn in Zukunft die Jahre treuer Dienste in der Feuerwehr genau berechnet werden sollen. Ob womöglich eines Tages das Eintrittsalter in Kinderwehren herangezogen wird, womit Jugendliche geehrt werden könnten wegen zehnjähriger treuer Dienste - wie es Kreisbrandmeister Holger Rohde rein spekulativ vorrechnete, ohne eine Entscheidung favorisieren zu wollen.

Auch wenn die noch nicht gefallen ist, hatte die Stadt Perleberg als Träger des Brandschutzes jetzt knapp vier Dutzend der tapferen Retter ins Rathaus eingeladen, um ihnen die Verdienstmedaillen für die Jahre 2010 bis 2012 des Innenministers Dietmar Woidke für treue Dienste in ihren Ortswehren auszuhändigen. Das geschah, wie Stadtwehrführer Thomas Gäde erläuterte, auf folgender Grundlage: Wer mit zehn Jahren in eine Jugendwehr eintritt, für den laufe die Uhr bis zu den jeweiligen Ehrungen.

Holger Schulz als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung dankte bei der Feier den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männern und versprach ihnen, dass die Stadtvertreter immer ein offenes Ohr für die Anregungen der Wehr hätten, "auch wenn nicht alle Wünsche immer sofort erfüllt werden können."

Hans Rothbauer, amtierender Bürgermeister, zeigte sich einmal mehr tief beeindruckt von der Einsatzbereitschaft aller Kräfte in den Ortswehren der Stadt Perleberg. Aktuell seien bereits in der dritten Nacht Container angezündet worden ("Der Prignitzer" berichtete), womit die Retter völlig sinnlos um Stunden ihres Schlafes gebracht worden seien. Unter den Einsätzen seien noch wesentlich belastendere gewesen, wie etwa tödliche Unfälle, betonte Rothbauer. Dass alle derartige Belastungen aushalten, dafür zollte er allen Respekt. "Hut ab!", rief er ihnen zu.

Thomas Gäde ergänzte das: In diesem Jahr sei die Wehr bereits zu 130 Einsätzen aufgebrochen, darunter zu tödlich verlaufenen Unfällen auf der B5. Gäde nahm folgende Ehrungen vor:

60 Jahre: Wolfgang Schelle, Spiegelhagen; Johannes Guhl, Quitzow; Eckhard Zander, Dergenthin; Richard Brüning, Günter Madaus, Siegfried Timm (alle drei Ortswehr Perleberg).

50 Jahre: Manfred Pey, Dergenthin.

40 Jahre: Diethardt Schulz, Norbert Rohr (beide Ortswehr Sükow); Karl-Heinz Dahse, Perleberg; Gertraud Polzin, Groß Buchholz.

30 Jahre: Andreas Herr, Olaf Kordelle, Holger Schelle (alle drei Ortswehr Spiegelhagen); Peter Brumm, Perleberg; Lutz Jeschke, Roland Pankow (beide Ortswehr Düpow); Dietmar Schmidt, Quitzow; Bärbel Jahrow, Carola Mostaller, (beide Ortswehr Groß Buchholz); Thomas König, Spiegelhagen; Jürgen Reinke, Frank Gelenk (beide Ortswehr Sükow).

20 Jahre: Heiko Bzdurek, Dana Hämmerling, Lars Koppitz (alle drei Ortswehr Quitzow); Dirk Rumpel, Dergenthin; Mathias Dahse, Perleberg; Bernfried Röske, Bernd Möller (beide Ortswehr Spiegelhagen); Jeannette Friedrich, Dieter Puhle (beide Düpow); Mario Morche, Perleberg.

10 Jahre: Holger Plume, Quitzow,

Mario Najork, David Roß, (beide Ortswehr Perleberg); Mario Bahl, Dietmar Farr, Stephan Prill, Birko Lüß, Marcel Prill, Gunnar Rasch, Eric Schelle (alle Ortswehr Spiegelhagen); Nora Pankow, Düpow; Robert Stettin, Roland Pey (beide Dergenthin).

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