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Parken in Wittenberge : Stadt verteilt mehr Knöllchen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Insgesamt nahm Wittenberge im vergangenen Jahr rund 64 000 Euro ein – eine deutliche Steigerung

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben im vergangenen Jahr Strafzettel in der Größenordnung von etwa 64 000 Euro verteilt. Das erklärte Ordnungsamtschef Gotthard Poorten auf Anfrage des „Prignitzers“. Demnach wurden 5163 Verfahren gegen Falschparker eingeleitet.

Im Jahr 2014 waren es mit 4566 Verfahren und einer Gesamtsumme von rund 57 000 Euro noch deutlich weniger. Poorten: „Die erkennbare Steigerung in der Statistik hängt damit zusammen, dass wir öfter im Stadtgebiet kontrollieren.“ Dennoch betonte Gotthard Poorten, dass es sich lediglich um verkehrserzieherische Maßnahmen handele. „Wir wollen die Autofahrer nicht schröpfen. Es gibt auch keine Vorgabe, wie viele Strafzettel verteilt werden müssen. Vielmehr dienen die Kontrollen der Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit“, so der Ordnungsamtschef. Er weise seine Mitarbeiter an, mit dem nötigen Augenmaß vorzugehen. „Wenn ein Kollege sieht, dass jemand gerade falsch geparkt hat und noch am Auto steht, soll er ihn auf den Fehler hinweisen.“ Dann komme derjenige mit einer Verwarnung und ohne Knöllchen davon. Im Jahr 2013 flossen zirka 48 500 Euro ins Stadtsäckel, 2012 waren es etwa 48 200 Euro.

Am intensivsten wird im Stadtzentrum, insbesondere vor der Jahnschule und dem Gesundheitszentrum, das Parkverbot kontrolliert. Dabei kostet das Überschreiten der Parkscheibe zehn Euro – das gilt auch, wenn sie vergessen wird. Wer das eingeschränkte Parkverbot, zum Beispiel für die Straßenreinigung, missachtet, zahlt 15 Euro. Deutlich mehr wird fällig, wenn jemand unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz steht oder eine Feuerwehrzufahrt versperrt. Das kostet 35 Euro Strafe.

Überwiegend zeigten die Leute Verständnis, wenn sie ein Knöllchen bekämen, sagte Poorten. „Aber einige reagieren auch aggressiv. Glücklicherweise ist es noch nicht zu Handgreiflichkeiten gekommen.“ Drei Politessen überwachen den ruhenden Verkehr in Wittenberge. Die Einnahmen aus den Bußgeldern fließen in den Stadthaushalt und müssen nicht zweckgebunden verwendet werden.

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