Stadt- und Hafenfest : Stadt- und Hafenfest feiert seinen 25. Geburtstag

Der Wittenberger Shantychor – hier bei einem seiner früheren Auftritt – ist am Sonntag im Nedwighafen zu erleben.
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Der Wittenberger Shantychor – hier bei einem seiner früheren Auftritt – ist am Sonntag im Nedwighafen zu erleben.

Wittenberger organisieren im Ehrenamt für ihre Mitbürger die größte Festivität in der Prignitz

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20. August 2015, 18:06 Uhr

Das größte Volksfest der Prignitz hat Geburtstag. Zum 25. Mal treffen sich Tausende im Wittenberger Zentrum und an der Wasserkante zum Stadt- und Hafenfest. Eine Gruppe von Ehrenamtlern organisiert seit zweieinhalb Jahrzehnten das große Feiern. Vom ersten Mal an dabei: der selbstständige Geschäftsmann Hartmut Steinke, heute Chef der Arbeitsgruppe. Wenig später stieß Elfi Eickmann, Lehrerin a. D., zu der Arbeitsgruppe, deren engagierte Mitglieder das Stadt- und Hafenfest alle Jahre wieder erst möglich machen.

Obwohl mitten in den Vorbereitungen steckend, nahmen sich beide Zeit für ein Gespräch mit „Prignitzer“-Redakteurin Barbara Haak.

Was ist das Besondere am Stadt- und Hafenfest?

Hartmut Steinke: Dass es seit zweieinhalb Jahrzehnten immer wieder stattfindet. Dass jeder mitmachen kann und natürlich die Tatsache, dass es das größte Fest dieser Art in der Prignitz ist.

Elfi Eickmann: Das Besondere ist auch unser Stammteam. Hartmut Steinke, Uwe Freudenberg, Michael Wundrack sind seit 25 Jahren in der Arbeitsgruppe. Heike Beier, Bernd Gerhardt sind, um weitere Beispiele zu nennen, seit sehr vielen Jahren engagiert. Und man muss unbedingt Karl-Heinz Straßburg nennen. Bis zum vergangenen Jahr hat er unsere Arbeitsgruppe geleitet, hat die Richtung vorgegeben, Wege gewiesen, viele Dinge erst möglich gemacht. Und das alles im Ehrenamt. Das ist doch auch etwas Besonderes.

Wenn Sie die ersten Feste mit den heutigen vergleichen: Ist es schwieriger geworden?

Hartmut Steinke: Ich sage mal, es ist anders geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass sich der Charakter des Festes gewandelt hat.

Elfi Eickmann: Konzipiert war das Stadtfest vor allem als Leistungsschau des Handwerks. Wir hatten beim ersten Straßenfest, wie es damals noch hieß, mehr als 150 Stände, das steigerte sich noch, die Festmeile reichte weit in die verlängerte Bahnstraße. Heute sind es 80 bis 90, und damit sind wir zufrieden.

Aber damals war mehr los...

Elfi Eickmann: Ja, die Leute waren neugierig, es war etwas völlig Neues. Handwerk und Gewerbe hat ausprobiert, ob und wie eine derartige Leistungsschau funktioniert.

Hartmut Steinke: Das Fest hat seinen Charakter hin zu einem riesigen Markt mit sehr vielseitigem Kulturangebot gewandelt. Fröhlich sein, Leute treffen, essen, trinken, Musik hören, das zeichnet unser Stadt- und Hafenfest aus, das wird von den Besuchern immer wieder honoriert.

Warum engagieren Sie beide sich seit so vielen Jahren in ihrer Freizeit für eine Festivität, für die andere Städte einfach eine Veranstaltungsagentur buchen?

Elfie Eickmann: Weil es immer wieder Spaß macht, als Wittenberger etwas für Wittenberger auf die Beine zu stellen.

Hartmut Steinke: Die Motivation kommt durch den Erfolg.

Aber Sie alle tragen ja auch eine große Verantwortung, und das im Ehrenamt...

Hartmut Steinke: Die Verantwortung liegt auf den Schultern von zehn Einzelpersonen. Das ist richtig. Und das bedeutet beispielsweise auch, dass wir für die Summen gerade stehen müssen, mit denen das Fest finanziert wird. Und diese Summen haben sich im Laufe der Jahre deutlich gesteigert.

Wie finanziert sich das Stadt- und Hafenfest überhaupt?

Hartmut Steinke: Wir erhalten Zuschüsse von der Stadt, mit der wir übrigens wirklich gut zusammenarbeiten und von der wir vielseitige Unterstützung erhalten. Zahlreiche Sponsoren stehen uns seit Jahren zur Seite. Und nicht zu vergessen die Standgebühren.

Elfi Eickmann: Da wir diese auch immer erst während des Festes bekommen, können wir eigentlich auch erst zum Festabschluss die Bilanz aufmachen. Aber bisher hat es immer geklappt, und das wird es auch dieses Mal.

Guckt man beim 25. Geburtstag schon auf den 50.?

Hartmut Steinke: So weit sicher nicht. Aber wir machen weiter. Ich bin von Anfang an dabei. Das Stadt- und Hafenfest ist damit auch mein Baby. Da könnte man doch nicht einfach so aufhören.

Elfi Eickmann: Wir hatten ja vor langer Zeit mal gesagt, mit dem 25. könnte Schluss sein. Aber das ist natürlich gar nicht zu machen, so beliebt wie das Stadt- und Hafenfest ist. Und dann packt es einen auch immer wieder. Es geht weiter!

Mit dem Auftritt von Jürgen Drews morgen Abend machen Sie den Besuchern ein tolles Geburtstagsgeschenk. War es schwierig, ihn zu holen?

Hartmut Steinke: Den Wunsch, Drews mal hier zu haben, hatten wir länger.

Elfi Eickmann: Es hat aber ein paar Jahre gedauert, bis es geklappt hat. Nun freuen wir uns auf morgen Abend im Nedwighafen, zumal ja auch die Prignitzfabrik dort auf der Bühne steht. Samstagabends können wir als Organisatoren immer schon etwas entspannen, weil vieles gelaufen ist.

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