Stadt räumt ihren Wald auf

Im Stadtforst hat der Harvester noch viel zu sägen.
Im Stadtforst hat der Harvester noch viel zu sägen.

Herbststürme schädigten 20 000 Festmeter im Stadtwald, Holz im Wert von zirka 930 000 Euro

23-11368046_23-66107915_1416392335.JPG von
20. Februar 2018, 09:34 Uhr

Im Perleberger Stadtforst hinterließen die Herbststürme des vergangenen Oktobers tiefe Schneisen der Verwüstung. Neben sogenannten Einzelwürfen in allen Beständen gab es über einen Hektar Flächenwürfe, umreißt Stadtförster Stefan Koepp in der Stadtverordnetenversammlung das Ausmaß. Hauptsächlich betroffen sind Nadelbaumbestände ab 70 Jahre. Und auch sämtliche Randlagen mit Alteichen und -buchen konnten den Orkanböen nicht trotzen. Denn es sei nicht so sehr der Sturm gewesen, sondern vielmehr die starken Böen, die den Altbäumen zum Verhängnis wurden. „Seit dem 13. November 1972 war es der schwerste Herbststurm in unseren Breiten, haben mir alteingesessene Kollegen erzählt“, so Stefan Koepp.

Rund 20 000 Festmeter wurden geschädigt, anders gesagt Holz im Wert von zirka 930 000 Euro. Durch das viele Bruchholz bestehe zudem die Gefahr von Schadinsekten. „Das heißt, wir müssen ein intensives Schadinsekt-Monitoring fahren“, umreißt Stefan Koepp die sprichwörtlichen Nachwehen der Herbststürme. „Fünf Jahre werden wir zu tun haben, um die Bestände umzubauen, zu verjüngen und aufzuforsten.“

Und auch die Infrastruktur sei noch ein tüchtiger Brocken, denn viele Wege seien kaputtgefahren, nicht zu letzt durch die Abfuhr des Sturmholzes. Derzeit sei man dabei, die Hauptwegestruktur wieder herzustellen. Eine wichtige Voraussetzung für die Holzabfuhr aber auch für die Drückjagden, die stattgefunden haben und notwendig waren.

Rund 5000 Festmeter Windbruch habe man inzwischen aufgearbeitet. Das Problem war die Technik, die nach den zwei Herbststürmen verständlicherweise überall benötigt wurde. „Ich habe inzwischen Harvester aus Schwaben, Bayern und Thüringen zu laufen“, so der Stadtförster.

Zudem gehe es darum, die Kulturzäune, die allesamt durch umgestürzte Altbäume stark beschädigt wurden, zu reparieren, „und das, bevor uns das Wild hier alles abfrisst“, ergänzt der Forstmann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen