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Neues vom Perleberger Tourismus : „Stadt Magdeburg“ plant Hotelanbau

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Start für den Neubau mit zwölf Doppelzimmern auf dem Hofareal soll noch in diesem Jahr sein.

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Vor und am Hotel „Stadt Magdeburg“ wird derzeit gebaut. „Drinnen aber läuft der Gaststätten- und Hotelbetrieb“, betont Hans-Jürgen Kiefer, der das Anwesen von der GWG Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft gepachtet hat. Kein leichtes Unterfangen, wie er gesteht, denn mit der Straßenbaustelle ist der Weg in die Gastlichkeit derzeit gelinde gesagt schon etwas beschwerlich. Trotz des guten Miteinanders mit den Bauleuten sei es eine Baustelle.

So habe man sich auch dazu entschlossen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. „Das Dach, das mittlerweile über 50 Jahre alt ist, wird gegenwärtig komplett neu eingedeckt.“ Eine Maßnahme, die langfristig geplant und eigentlich im Frühjahr vorgesehen war. Als nächstes sei dann die Fassade dran, listet Hans-Jürgen Kiefer auf. Ein einheitliches Bild solle damit endlich entstehen, denn zur Zeit sei alles hier eher ein Stückwerk. Immer wieder wurde angebaut und das sehe man auch.

Damit aber nicht genug der Bauerei, denn die soll dann erst richtig losgehen. Ein Hotelanbau auf dem Hof praktisch parallel zu dem jetzigen Hotel- und Gaststättentrakt werde entstehen, das ganze Areal dann einem Karree nachempfunden. Vom Grundriss her werde der Neubau der „Kleinen Residenz“ am Tierpark gleichen – ein Stockwerk mit zwölf Doppelzimmern. Mit den jetzigen sieben Zimmern plus Aufbettungen könne man dann endlich auch Anfragen von Busreiseanbietern entsprechen. „Die Nachfrage ist da, und unser Haus kann das vertragen“, bringt es der Betreiber auf einen kurzen Nenner.

Mit der Idee sei er schon viele Jahre schwanger gegangen, fügt er schmunzelnd an. Bei Feiern und Veranstaltungen komme immer wieder die Frage nach Übernachtungsmöglichkeiten. Als Hotel offeriere man Erwartungen, die man mit sieben Zimmern aber nicht erfüllen könne. „Allein die Nachfrage von Firmen ist gegenwärtig so groß, dass wir die Zimmer mit Gold aufwiegen könnten.“

In diesem Jahr soll möglichst alles soweit vorbereitet sein, dass gebaut werden kann. Wenn die Wittenberger Straße komplett saniert ist, soll auch das Hotel „Stadt Magdeburg“ einschließlich Anbau fertig sein. Parallel zum Neubau werden die bestehenden Zimmer renoviert und neu ausgestattet, so dass man einheitlich einen modernen Standard bieten könne. Zu den sechs Beschäftigten sollen noch zwei hinzukommen, so jedenfalls sieht die Planung aus.

„Und man findet uns“, ist sich Hans-Jürgen Kiefer sicher. Zwei norwegische Busunternehmen hätten bereits Interesse bekundet, zweimal die Woche Perleberg anzusteuern, Quartier zunehmen und von hier aus Berlin zu erkunden.

Mit der Fertigstellung der A 14 wachse das Potential, unter anderem als Zwischenstopp auf dem Weg vom Süden an die Küste. Er selbst wolle dann mit Pauschalangeboten die Gäste animieren, mehrere Tage in der Prignitz zu verweilen. Tierpark, Therme, sportliche Angebote wie Kegeln auf der hauseigenen Anlage, Fahrradfahren, kulturelle Highlights – all das biete die Region.

Bereits jetzt offeriere sein Haus einen Fahrradservice und acht Räder, die gut ausgelastet seien. „Für uns sind die regionalen Radwege das, was für Neuruppin das Wasser ist.“ Das eigentliche Konzept der Radwege müsse aber seines Erachtens überdacht werden. Denn die Gänsetour beispielsweise führt zwar auf den Großen Markt, aber dann auch gleich wieder aus der Stadt heraus. Vom Angebot der Knotenpunkte profitiere die Stadt, die Region mehr.  

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