Finanzen : Stadt Lenzen lebt finanziell auf Sparflamme

euro 4

Freiwilliges Haushaltssicherungskonzept für 2014 beschlossen

von
01. März 2014, 08:00 Uhr

Nach wie vor ist die Haushaltssituation der Stadt Lenzen äußerst angespannt. Der Haushaltsplan für 2014 weist im Entwurf einen Fehlbetrag in Höhe von 251 800 Euro aus. Noch kann die Kommune die aktuellen Fehlbeträge aus verschiedenen Rücklagen ausgleichen. In den Vorjahren überbrückte die Stadt ihre Finanzprobleme mit Hilfe von Grundstücksverkäufen. Doch wenn in naher Zukunft keine Grundstücke mehr zu veräußern sind, versiegt auch diese Einnahmequelle.

Und da auch die Schlüsselzuweisungen vom Land Brandenburg erheblich gemindert wurden und die Steuereinnahmen in der Kommune nicht steigen werden, verabschiedeten die Abgeordneten auf ihrer Sitzung am Mittwochabend einen ersten Entwurf für ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept in diesem Jahr.


Bei Straßenbeleuchtung noch Sparpotenzial


Die jährlichen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen der Stadt liegen bei 396 000 Euro. Allein die Stromversorgung für die Straßenbeleuchtung plus Reparaturleistungen kosten die Stadt jährlich 50 000 Euro. Hier könnte man auf Grund eines Konzeptes mit Ausschaltphasen in der Nacht rund 10 000 Euro sparen.

Zudem sei unentgeltliche Nutzung der städtischen Sauna angesichts offensichtlicher Gebäudeschäden und nicht geklärter Kosten zu überdenken. Derzeit werden nur die Betriebskosten von den Nutzern übernommen. Da Immobilien wie der alte Jugendclub, das Toilettenhaus oder die alte Turnhalle ungenutzt sind, sollen diese Gebäude veräußert oder versteigert werden. Kommunale Wohnobjekte wie die im Gemeindeteil Eldenburg sollen zum Verkauf ausgeschrieben werden, da die steigenden Kosten dort nicht mit den niedrigen Mieteinnahmen gedeckt werden können.


Friedhofssatzung muss überarbeitet werden


Außerdem soll die Stadt Lenzen nach dem vorliegenden Haushaltssicherungskonzept Gebühren und Entgelte für die Nutzung gemeindlicher Grundstücke und Einrichtungen überprüfen und aktualisieren. Dazu muss die Friedhofssatzung überarbeitet werden, die Pachten angepasst und Ausgleichsbeträge für die Nutzung der Kindertagesstätten durch ortsfremde Kinder erhoben werden. „Bei Umsetzung der Maßnahmen sind jährlich rund 100 000 Euro Einsparungen beziehungsweise Mehreinnahmen möglich“, rechnet Kämmerin Marlies Kaßburg vor.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen