Perleberg unter einer Rauchglocke : Stadt im Gartenfeuernebel

Dicker Rauch über den Gärten und Eigenheimgrundstücken: hier gilt es Rücksicht zu nehmen und Regeln einzuhalten.
Dicker Rauch über den Gärten und Eigenheimgrundstücken: hier gilt es Rücksicht zu nehmen und Regeln einzuhalten.

Verbrennen gestattet, aber nicht ununterbrochen und zu Lasten der Umgebung / Gesetzlichen Rechtsanspruch haben Gärtner nicht

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12. März 2014, 12:00 Uhr

Noch bis zum 30. April vom Montag bis Sonnabend darf tagsüber verbrannt werden, so sagt es die entsprechende Verordnung der Stadt. Etliche Hobbygärtner und Grundstücksbesitzer nutzen den zeitlichen Rahmen derweil voll aus. „So viele Beschwerden, wie in diesem Jahr hatte ich schon lange nicht mehr“, bestätigt Antje Hartwig vom Umweltamt der Stadt und gesteht: „So viele Feuer auch nicht“. Das schöne Wetter ruft nicht nur die Sonnenanbeter auf den Plan, sondern auch die Hobbygärtner.


Kleine Feuer, die schnell runter brennen


Natürlich habe man Verständnis, dass jetzt jeder seine Parzelle in Ordnung bringen möchte, doch nicht zu Lasten der Umgebung. Denn erster Grundsatz sei: Andere dürfen nicht belästigt werden. Insofern dürfen besagte Feuer nicht größer als ein Meter mal ein Meter sein, damit sie schnell runter brennen.

Und wo es die Bebauung nicht hergibt, darf auch kein Feuer gemacht werden. Weitläufige Grundstücke auf dem Dorf sind zweifelsohne im Vorteil gegenüber der teilweise recht engen Bebauung in der Stadt. Aber niemand habe ein Recht darauf, trockenes, unkompostierbares Holz verbrennen zu dürfen, so die Umweltfachfrau.

Etliche Male war Antje Hartwig in den letzten Wochen und Tagen unterwegs, um Beschwerden nachzugehen so in der Berliner Straße oder der Heinrich-Heine-Straße, wo aus der dortigen Kleingartenanlage immer wieder dicker Qualm ins Wohngebiet wehte. „Oftmals rufen aber auch Leute an und wollen einfach wissen, was statthaft ist. Die Sache wollen sie dann selbst regeln, mit dem Nachbarn sprechen.“ So sollte es auch sein im Interesse einer guten Nachbarschaft.

Unbelehrbare müssen allerdings mit einer Anhörung rechnen. Bei Einsichtigkeit kann es noch mal mit einem erhobenen Zeigefinger abgehen. Es kann aber auch bis zu 35 Euro Verwarngeld kosten. Wer jedoch besonders große Feuer entfacht, die ganze Straße einnebelt oder gar den Verkehr beeinträchtigt, der muss mit einem Bußgeld rechnen. Und das wird teuer.

Um das Verbrennen gerade in Gartenanlagen nicht auf die ganze Woche auszudehnen, habe man den Vereinen Garten- oder Lagerfeuer angeboten, so die Mitarbeiterin des Umweltamtes. Hier wird an einem Tag in geselliger Runde alles an nicht kompostierbarem Holz aus den Gärten verbrannt. „Das ist kostenlos für die Gartenfreunde“, betont Antje Hartwig und fördert noch dazu den Gemeinschaftsgedanken.


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