Stadt hegt und pflegt ihr Tafelsilber

Die Samen dieser stattlichen Bäume sorgten für Kiefernnachwuchs.
Die Samen dieser stattlichen Bäume sorgten für Kiefernnachwuchs.

Förster Stefan Koepp zum Wirtschaftsjahr 2017 / Holzernte bringt 278 350 Euro

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16. Februar 2018, 09:21 Uhr

Mit Recht wird der Stadtforst als Perlebergs Tafelsilber bezeichnet. Doch das will geputzt werden, um im Sprachbild zu bleiben. Stadtförster Stefan Koepp berichtete vor den Stadtverordneten über das Wie und bezog sich konkret auf das Wirtschaftsjahr 2017.

Walderneuerung: 6,3 Hektar Wald wurden umgebaut, sprich im geschädigten Lärchen- und Kiefernbestand wurden Stiel- bzw. Traubeneichen angepflanzt oder es wurde wieder aufgeforstet wie in der Waldsiedlung. Hier wurden unter anderem Buche, Edelkastanie, Douglasie und Küstentanne angesiedelt und mit Speierling und Elsbeere die Waldrandgestaltung aufgelockert, wie der Forstmann erläutert. Nördlich der Waldsiedlung wurde ein Baumartenwechsel vorgenommen, von der Kiefer zu einem standortgerechten Mischbestand. In der Perleberger Hinterheide hingegen erfolgte die Kiefernnaturverjüngung. 2017 war ein Kiefernmastjahr im Perleberger Stadtforst, so Stefan Koepp, und „wir haben hier einen 13 Hektar großen anerkannten Kiefernsaatgutbestand“. Auf 2,2 Hektar, wo vor allem zirka 140 Jahre alte Kiefern standen, wurde die Naturverjüngung vollzogen, um so wieder einen jungen Kiefernbestand zu etablieren.

Waldpflege: Ein überaus umfangreiches Metier. Im Stenogrammstil, zwölf Hektar Kulturpflege, Pflege von Neuanpflanzungen und auf sieben Hektar Jungwuchspflege. In den Kiefern wurde die Wertästung vorgenommen. Das heißt, bis zu einer Höhe von sechs Metern werden alle Totäste abgenommen, damit am Ende auch Wertholz gewonnen werden kann, das man unter anderem als Furnierholz nutzt.

Waldpflege heißt aber auch Waldbrandvorsorge durch das Anlegen von Schutzstreifen. Zweimal jährlich werden so 36 Kilometer beräumt und getellert. Zudem müssen die Wege instand gehalten und die Verkehrssicherung gewährleistet werden. Gut 600 Sunden stehen dafür 2017 zu Buche. „Mehr als sonst, bedingt durch die Herbststürme“, ergänzt der Stadtförster. Holzernte: 8390 Festmeter Holz wurden eingeschlagen. Der Nettoerlös: 278 350 Euro. Die Hälfte des Holzes war hochwertiges Wert- oder Sägeholz. Die 2200 Festmeter Energieholz kommen aus der Jungbestandspflege, und der Rest war Schichtholz, das in der Papier- und Sperrholzindustrie Verwendung findet.

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