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Debatte um Anbau in Perleberg : Stadt gibt Geld für den Sportpark

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtverordnete lenken ein und bewilligen 350 000 Euro für einen neuen Funktionstrakt

von
erstellt am 29.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Der Sperrvermerk im Haushalt für ein neues Funktionsgebäude auf dem Jahn-Sportpark ist aufgehoben. Damit ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Das wird einmal mehr deutlich, wenn man den Ansatz von 350 000 Euro, den Thomas Domres (Linke) in die Debatte brachte und dem mehrheitlich zugestimmt wurde, im Etat sieht. Von 600 000 Euro war bis dato die Rede. So betonte Bürgermeisterin Annett Jura, die übrigens gegen diesen Ansatz stimmte, dass es sich hierbei nur um eine Orientierungsgröße handeln könne, mit der man in die weitere Diskussion gehe. Man ziehe ins Kalkül, mehr für das Projekt investieren zu müssen. Dabei werde nur realisiert, wofür Bedarf bestehe, werde man sparsam mit den Etatmitteln umgehen, wie bei allen Projekten.

Zuvor hatten die einzelnen Fraktion ihr Statement zum Haushalt und im Besonderen zum Projekt auf dem Jahn-Sportpark abgegeben. Geschlossen war man des Lobes voll für die Arbeit der AG Finanzen. Rainer Pickert (CDU) lieferte dafür auch konkrete Zahlen. So wies der Haushaltsentwurf im Sommer 2016 erhebliche Defizite aus. Im Ergebnishaushalt konkret ein Minus von 755 000 Euro. Jetzt stehe ein Plus von 362 000 Euro zu Buche. „Enorme Veränderungen, die wir der AG zu verdanken haben“, so Pickert. Hinsichtlich der Diskussion um den Bau eines Funktionsgebäudes habe manch Abgeordneter Nerven lassen müssen. Pickert stellte schließlich als stellvertretender Vorsitzender des Bildungsausschusses, der sich damals für den Sperrvermerk aussprach und ihn weiter empfahl, den Antrag, diesen nun herauszunehmen. Als Signal, wie er sagte, um zu verdeutlichen, dass es nicht gegen das Projekt gehe, sondern um die wirtschaftlichste Umsetzung, wie auch Wolfgang Schulz für die SPD betonte. Man habe nie die Absicht gehabt, etwas zu verhindern. Als positiv sah Schulz an, dass sich daraus eine rege Diskussion entwickelt habe. Knut Tonagel hatte zuvor in der Bürgerfragestunde ein Plädoyer für das Projekt auf dem Sportpark gehalten. Er betonte, dass mit dem DFB-Stützpunkt inzwischen Jugend aus der ganzen Prignitz hier trainiere und dafür auch die Gegebenheiten geschaffen werden müssen.

Thomas Domres versuchte zu erläutern, dass ein Sperrvermerk lediglich bedeute, dass man noch Fragen habe. Er sehe es aber in der jetzigen Situation als klug und richtig an, diesen aufzuheben. Man werde aber weiter darüber reden.

Der Haushalt 2017/2018 selbst erhielt ein einstimmiges Votum.  

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