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Stadt gibt 5,6 Millionen für Industriegebiet aus

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erstellt am 16.Jul.2013 | 06:10 Uhr

Wittenberge | 5,6 Millionen Euro kann die Stadt in diesem und im nächsten Jahr noch einmal in das Industriegebiet Süd (IGS) stecken und damit die Infrastruktur für künftige Anforderungen komplettieren. Stichworte sind in diesem Zusammenhang der Hafenumschlag, der in den nächsten Jahren wachsen wird, und das Mischfutterwerk, das ein Investor im Indus triegebiet errichten will. Dieses Werk soll zwischen dem Umschlagsplatz am Elbeport und der Prignitzer Chemie nahe der Karthane entstehen. Stadtverordnete haben in der vergangenen Woche beim Investor in Niedersachsen ein Anlage besichtigt.

"Wir investieren mit dem Wissen, dass die erweiterte Infrastruktur nicht nur dem ISG und der Stadt zu gute kommt, sondern auch in die Region wirkt", sagt der Chef des elbestädtischen Bauamts, Martin Hahn, und verweist darauf, dass der weitere Ausbau des ISG langfristig geplant war. Die Abgeordneten machten mit ihren Beschlüssen den Weg frei, jetzt, da die Fördersätze günstig sind, Grundlagen für künftige Entwicklungen in Süd zu schaffen. Das Geld dazu ist in zwei Förderanträgen mit 80 bzw. 75 Prozent der jeweiligen Gesamtinvestitionen bewilligt. Laut Hahn muss die Kommune in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 1,3 Millionen aufbringen. 4,3 Millionen erhält Wittenberge als geförderte Summe.

Mit einem Teil des Geldes will die Stadt die Gleisanlagen im Hafenbereich erweitern. "Es machen sich jetzt schon Engpässe bemerkbar. Wir werden zwischen dem jetzigen Schienenstrang und der Spundwand drei neue Gleise verlegen", erläutert Hahn. Außerdem wird zum vorhandenen Gleisbogen ein zweiter, parallel verlaufender gebaut. Investieren kann die Stadt dank Fördergeld auch in den noch unbefestigten Abschnitt der Umfahrungsstraße an der Hafenkante. Sie wird ausgebaut und befestigt.

Die Kommune schiebt das Bauen nicht auf die lange Bank. "Die Planungen laufen. Im August wollen wir die Leistungen ausschreiben, möglichst Mitte September den Zuschlag erteilen", sagt Hahn. Es geht um den Gleisbau, dem sich die Befestigung der Straße anschließen soll.

Das dritte große Projekt, für das das Fördergeld plus kommunalem Eigenanteil zur Verfügung steht, ist die Anschaffung eines multifunktionalen Krans für den Elbeport. An die zwei Millionen Euro wird diese Technik kosten. Sie ist aber nach den Worten von Hahn unbedingt notwendig für die Intensivierung des Umschlags, der ja nicht ausschließlich über die Hafenkante erfolgt, sondern auch von der Schiene auf die Straße bzw. umgekehrt, Stichwort Trimodalität. Wegen der hohen Investitionssumme muss die Stadt europaweit Angebote für das Gerät einholen. "Im Frühjahr muss der Kran im Hafen stehen", umreißt der Bauamtsleiter den zeitlichen Anspruch. Derzeit greift der Elbeport, der der Kommune gehört, dessen Betrieb aber in den Händen einer GmbH liegt, für bestimmte Umschlagleistungen je nach Bedarf auf Fremdtechnik zurück. "Mit eigener Technik sind wir flexibler und außerdem wirkt sich das auf die Preisgestaltung aus", so Hahn.

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