Bau der A14 bei Wittenberge : Stadt erwartet Konkretes

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Arbeitskreis tagt am kommenden Dienstag: Es geht um die Abschnitte bei Bentwisch und den zur Elbbrücke

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08. Juni 2016, 04:45 Uhr

Der Arbeitskreis, der die Autobahnplanungen im Bereich Wittenberge begleitet und neben Vertretern des Landes mit kompetenten Persönlichkeiten aus der Region besetzt ist, trifft sich am kommenden Dienstag im Rathaus. Die Sitzung findet hinter verschlossenen Türen statt. Aber im Anschluss soll es für Interessierte Informationen geben, darauf habe die Stadt nachdrücklich gedrungen. „Die Bürger müssen über die aktuelle Entwicklung informiert sein“, sagte Bürgermeister Dr. Oliver Hermann gestern gegenüber dem „Prignitzer“.

Die Erwartungshaltung scheint groß. Das Stadtoberhaupt formuliert es so: „Ich erwarte, dass es in der kommenden Woche konkrete Aussagen zum Planungsstand für die beiden Autobahnabschnitte B 195 – Elbbrücke und für den Bereich Bentwisch gibt.“

Das zuständige Potsdamer Ministerium hatte bereits für das vergangene Jahr den Planfeststellungsbeschluss für die Autobahn zwischen B 195 und der Elbe angekündigt und mehrfach verschoben. Es musste nachgearbeitet werden, die Planungen waren nicht mehr auf dem aktuellen Stand (der „Prignitzer berichtete exklusiv im März). Deshalb fanden laut DEGES als Planungsgesellschaft 2015 neue Kartierungen zu Tier- und Pflanzenvorkommen in dem Gebiet B 195/Elbbrücke statt.

Das Wittenberger Stadtoberhaupt ist mit Blick auf die Tagung am Dienstag optimistisch. „So eine Riesenrunde fände nicht statt, wenn es nichts zu sagen gebe. Wir erwarten jetzt konkrete Aussagen, wann der Planfeststellungsbeschluss gefasst wird.“

Der ganz große Knackpunkt ist aber bereits seit Jahren der A 14-Verlauf im Bereich von Lindenberg und Bentwisch. Die ursprünglich vorgeschlagene Trasse, die in einem weiteren Bogen um Lindenberg und Bentwisch führen sollte, ist im Planfeststellungsverfahren quasi stecken geblieben. Sie gilt aus naturschutzrechtlichen Gründen kaum noch als machbar. Ins Gespräch kam zwischenzeitlich eine andere Trasse zwischen Bentwisch und der Gartensiedlung.

Dr. Hermann sagt: „Derzeit verdichten sich die Erkenntnisse, dass die Trasse um die Orte herum geführt wird.“ Allerdings näher an den Dörfern, als es ursprünglich vorgesehen war. „Unser Hauptverlangen ist in diesem Zusammenhang der Lärmschutz, den wir besonders berücksichtigt wissen wollen“, so der Bürgermeister.

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