Gartenfeuer : Stadt eingehüllt in Rauchschwaden

Hochsaison für Herbst- und Gartenfeuer.
Hochsaison für Herbst- und Gartenfeuer.

Wenn Gartenfeuer zur Belästigung werden / Gestattet sind ausschließlich kleine Lagerfeuer aus trockenem und naturbelassenem Holz

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04. November 2015, 12:00 Uhr

Seit dem 1. Oktober dürfen in den Gärten wieder die Feuer lodern. Von Montag bis Sonnabend darf verbrannt werden. So sagt es die Verordnung der Stadt. Und das wird genutzt. Wenn nicht gerade der Nachbar zur rechten Seite alles in Flammen aufgehen lässt, was sich beim Herbstschnitt im Garten ansammelt, dann bestimmt der zur linken Seite. So nehmen die kleinen Gartenfeuer ihren wöchentlichen Lauf. Lüften auf dem Balkon oder der Terrasse, die Sonne genießen bzw. Wäsche unter freiem Himmel trocknen – all das kann man vergessen.

Und schon klingelt im Umweltamt der Stadt das Telefon, fühlen sich Nachbarn belästigt bzw. melden, dass da bestimmt was in Flammen aufgeht, was nicht ins Feuer gehört. In beiden Fällen ist Antje Hartwig als zuständige Fachfrau schon die richtige Ansprechpartnerin, doch ohne Zweifel lässt sich so manches auch zwischen Nachbarn mit ein paar Worten regeln. „Das Verbrennen von naturbelassenem, trockenem Holz – und nur von diesem – ist die ganze Woche über bis Sonnenuntergang gestattet“, so Antje Hartwig. Doch keine Regel ohne „aber“. Die Verbrennungsordnung der Stadt spricht von gelegentlichem Verbrennen, denn die Nachbarschaft darf nicht ständig vom Rauch eingenebelt und schon gar nicht belästigt werden. Und noch eins: Wenn man zuvor ankündigt, dass man ein kleines Lagerfeuer im Garten machen will, dann klappt es auch mit dem Nachbarn, zumindest, wenn es sonst auch keinen Stress gibt.

Stress kann es aber geben und noch dazu teuer werden, wenn statt trockenem Holzschnitt, Scheiten oder Reisig halbe Wohnungseinrichtungen, Paletten oder dergleichen verbrannt werden. „Das ist alles behandeltes Holz und damit kein Brennstoff. Was aber kein Brennstoff ist, gilt als Abfall, und der muss ordnungsgemäß entsorgt werden“, erläutert Antje Hartwig.

Alles andere, was im Garten anfällt, sprich Grünschnitt und Blätter, gehört auf den Kompost, kann zur Kompostierung beim Stadtbetriebshof abgegeben oder eben in der Mülltonne entsorgt werden, „da wir in der Stadt keine Biotonnen haben“, fügt die Umweltfachfrau an. Verkippt man den Grünschnitt einfach hinterm Gartenzaun oder in Mutter Natur, ist das illegale Abfallbeseitigung, auch wenn es sich um organische Stoffe handelt. Da tritt dann der Landkreis auf den Plan und ahndet das entsprechend. Allerdings bietet er auch keine Alternative an, wie eben Biotonnen oder mehr Annahmeplätze für Laub.

Erlaubt sind Koch- und Grillfeuer, allerdings gehören dazu die Wurst bzw. das Steak oder der Kessel. Und im Feuerkorb dürfen eben auch nur Holzscheite verbrannt werden. Manche Kleingartenvereine sammeln auch Reisig und dergleichen unbehandeltes, trockenes Holz und treffen sich zum gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer. „Eine gute Lösung“, findet die Umweltfachfrau, zumal das auch für ein gutes Miteinander spreche.

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