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Der Prignitzer

24. Oktober 2017 | 13:31 Uhr

Perleberg : SSV Einheit möchte neu bauen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vereinshaus im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark viel zu klein und sanierungsbedürftig. Erweiterung kostet aber 600 000 Euro

von
erstellt am 24.Jan.2017 | 04:00 Uhr

Die derzeitige Situation im Vereinshaus im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ist alles andere als befriedigend. Die mehr als 20 Jahre, seit es besteht, haben baulich, aber auch an der Ausstattung unübersehbare Spuren hinterlassen. So sieht es auch Frank Döring, Vorsitzender des SSV Einheit. „Wir haben einen großen Zulauf gerade auch im Kinder- und Jugendbereich beim Fußball und in der Leichtathletik. An die 350 Mädchen und Jungen von drei bis 18 Jahren trainieren regelmäßig auf dem Sportplatz. Dafür sind die Umkleiden und der Sanitärbereich inzwischen viel zu klein“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Mittlerweile müssen bei Punktspielen und ähnlichen Veranstaltungen oftmals mehrere Mannschaften sich eine Kabine teilen. Zudem habe man nun auch Frauen- und Mädchenmannschaften, die notgedrungen schon den Gastronomiebereich zum Umziehen nutzen müssen. „Wir platzen faktisch aus allen Nähten, müssen uns schon überlegen, ob wir überhaupt noch neue Mitglieder aufnehmen. Das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders“, betont Döring und ergänzt, dass nicht nur der SSV Einheit die Sportanlage nutze. Es sei eine öffentliche Anlage. Schulen, Polizei und auch Hobbysportler, die ihre Runden drehen, sind hier regelmäßig anzutreffen. „Wenn um 13 Uhr die Schule aus ist, herrscht auf dem Sportplatz in der Berliner Straße Betrieb. An den Wochenenden ist von 9 bis 17 Uhr die Anlage in Beschlag.“ 16 Mannschaften plus ihre Gegner kicken hier. Und auch die Leichtathleten, ihre Mitgliederzahl bewegt sich zwischen 50 und 60, trainieren regelmäßig auf dem Sportplatz.

Die Vorstellungen gehen nun in die Richtung, im Bereich des B-Platzes ein weiteres Mehrzweckgebäude zu errichten. In Eigenregie finanziell gesehen für den Verein, mehr als eine Nummer zu groß. So um die 600  000 Euro würde das Vorhaben kosten. Mit 125  000 Euro Fördergeld aus Landesmitteln könne man rechnen, und auch der Verein wolle sich natürlich beteiligen. 90  000 Euro wolle er in der nächsten zehn bis zwölf Jahren allein stemmen, „für uns, die wir auf keine üppige Förderung wie Vereine im Speckgürtel bauen können, schon eine echte Herausforderung“, räumt Frank Döring offen ein. Trotzdem bleibt noch ein stattlicher Rest, den es zu deckeln gilt. „Die Stadt hat Unterstützung zugesichert. Das entscheidende Wort haben die Stadtverordneten. Wir hoffen, dass sie sich für unser Vorhaben aussprechen, der weiteren Entwicklung des Kinder- und Jugendsports eine Zukunft in der Stadt geben.“ Allein im Schuljahr 2017/2018 werden 50 Abc-Schützen in der Stadt mehr eingeschult als in den Vorjahren. Auch etliche von ihnen wollen Fußball spielen oder beim Kinderturnen mitmachen. Rund 50 Mädchen und Jungen sind es jetzt bereits, „das Interesse am Kinderturnen ist aber noch weitaus größer“. Auch hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen sei man auf einem guten Weg.

Mit dem Neubau hätte man dann zudem gute Voraussetzungen, das Areal auch an andere Vereine und Verbände zu vermieten für Trainingslager und dergleichen. „Somit käme auch wieder Geld in die Kasse.“

Fred Fischer brachte in der Einwohnerfragestunde im Kultur- und im Stadtentwicklungsausschuss die Sprache auf ein Anwesen in der Karlstraße, das zum Verkauf stehe. Es zu erwerben und entsprechend umzubauen, würde unter Umständen preiswerter kommen. Zumindest sollte die Stadt das prüfen.

„Auch wir als Verein haben uns das Anwesen schon angeschaut und mit Fachleuten den Vorschlag beraten“, betont Frank Döring. Unterm Strich sei es zu klein, man müsse nicht nur um-, sondern auch anbauen und würde damit letztlich nicht preiswerter fahren. Für den Trainingsbetrieb gerade im Kinderbereich hieße das zudem, eine Straße, wenn sie auch verkehrsberuhigt sei, zu überqueren. Bei an die 30 Steppkes zwischen fünf und sechs Jahren, könne man sich vorstellen, was da dann auch noch auf die Trainer zukomme.  

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