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Herausforderung für Perleberger Schüler : Sprachen lernen mit Spaß

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Beide Perleberger Grundschulen bieten eine zweite Fremdsprache an: Latein an der Scholl-Grundschule und Russisch an der Rolandschule.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Dass Kinder Fremdsprachen in der Schule lernen, ist nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist es aber schon, wenn sich Grundschüler nicht nur mit Englisch befassen, sondern schon mit einer zweiten Fremdsprache. Beide verlässlichen Halbtagsschulen der Rolandstadt haben in ihrem Angebot eine zweite Fremdsprache: In der Geschwister-Scholl-Grundschule ist es Latein und in der Rolandschule Russisch. Deshalb besuchte der „Prignitzer“ die Schülerinnen und Schüler, um mehr zu erfahren.

Gabi Gohlke, Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Grundschule: „Wir bieten diese zusätzlichen Sprachangebote den 6. Klassen an. Im vergangenen Schuljahr war es Russisch, in diesem Jahr nun Latein.“

Eine Referendarin vom Gymnasium steht für das Angebot zur Verfügung, und es wird sehr gut von den Jungen und Mädchen angenommen. „Unsere Schüler stellen sich dieser Herausforderung und sie stellen auch Herausforderungen an sich“, sagt Gabi Gohlke, bevor wir mit der Referendarin in die Klasse gehen.

Was motiviert sie nun, die lateinische Sprache zu lernen. Hauptgrund sei, wie uns nicht nur Hugo bestätigt, dass sie alle ans Gymmi“ wollen. „Und da stehe ich dann nicht mehr am Anfang, wenn ich hier schon etwas lerne!“ Marlon, möchte, wie auch Isabell Arzt werden, und da ist natürlich Latein Pflicht. Ebenfalls ins Medizinische will Henriette eventuell mal gehen. „Und man ist durch Latein auch besser im Deutschunterricht“, meint Vincent.

Sie alle haben Spaß, wenn sie jeden zweiten Donnerstag mit Referendarin Sandra Kossmann auf spielerische Art und Weise diese, für sie neue Sprache, lernen. Es ist kein typischer Unterricht, aber sie lernen trotzdem. Gemeinsam haben sie schon das Latein-Memory erstellt. Zu jeder Vokabel muss das passende Bild gesucht werden. In einer Projektarbeit entwarfen sie Plakate zum Thema Götter. „Jeder hat zu einem Gott ein Plakat gestaltet, mit Bildern und Informationen“, berichtet Felix.

Auch Sandra Kossmann ist mit ihren 13 Latein-Schülern zufrieden und hat viel Freude bei der Arbeit mit den Grundschülern.

Russisch für Einsteiger heißt es immer montags an der Rolandschule. Sechs Mädchen und ein Junge der zweiten, dritten und vierten Klasse haben sich in diesem Schuljahr für diese AG entschieden. Was waren ihre Beweggründe? Emma und Isabell wollten nicht nur Englisch, sondern auch eine andere Fremdsprache lernen. Hannah interessierte die russische Sprache und Laura wollte einfach wissen, wie sie klingt. Mit Antonina Zado bekommen die Schüler die russischen Grundlagen von einer Muttersprachlerin vermittelt. Am Anfang steht das russische Alphabet. Es ist wichtig, es lesen und schreiben zu können“, so die Lehrerin. Sie baut Brücken. Die Kinder beginnen damit, ihre Namen in kyrillischen Buchstaben zu schreiben. Und sie lernen Wörter, die im Russischen den deutschen Wörtern ähneln. Es folgen einfache Sätze. Die Kinder beweisen es. So stellt sich Hannah stolz vor: „Menja sowut Hannah. Mne desjat let. Ja shiwu w Perleberge.“ (Ich heiße Hanna. Ich bin zehn Jahre alt. Ich wohne in Perleberg) Und Emma fügt noch hinzu: „U menja est sobaka.“ (Ich habe einen Hund.)
Zum Schuljahresende, das ist ihr großes Ziel, wollen sie die Geschichte der Stadt Perleberg auf Russisch erzählen.
Interesse haben die Rolandschüler schon, auch im kommenden Schuljahr bzw. dann später an den weiterführenden Schulen weiter die russische Sprache zu lernen. Aber eine Entscheidung fällt jedes Kind für sich immer am Anfang eines Schuljahres.


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