Sportwette: Panzer kontra H6

<strong>Der F8</strong>, den Fred Hamann (l.)  wieder aufbaut, zeugt noch von solider Stellmacherkunst.  <foto>Foto: Doris Ritzka</foto>
Der F8, den Fred Hamann (l.) wieder aufbaut, zeugt noch von solider Stellmacherkunst. Foto: Doris Ritzka

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29. Juni 2012, 08:06 Uhr

Perleberg | Nach der internationalen Truck-Trial-Meisterschaft erobern die nächsten Schwergewichter das Areal des Motorsportplatzes am Flugplatz. Panzer und dergleichen andere grüne Technik geben sich mit den blitzenden Chromkarossen der Landstraße ein Stelldichein beim 14. Oldtimertreffen für Land- und Militärfahrzeuge. Am 14. und 15. Juli gehört ihnen der Radarhügel und die Aufmerksamkeit hoffentlich wieder zahlreicher Besucher.

Ohne Übertreibung, versichern Fred Hamann und Frank Brauer von den Oldtimerfreunden, dass alle hier auf ihre Kosten kommen werden. Neben der traditionellen Ausfahrt, der Krönung der schönsten, am weitesten gereisten und ältesten Gefährte, die über unsere Straßen rollten bzw. zu derartigen Anlässen wieder rollen, dürfte die Sonderausstellung viele Augen auf sich ziehen. "Wir werden Fahrzeuge der IFA- und DKWF-Serie vorstellen", erläutert Fred Hamann und verweist, dass das "F" für Frontantrieb steht. Er selbst wird in der F8-Serie mit Limousine, Kombi und Cabrio präsent sein. Übrigens, der Kombi ist noch nicht ganz fertig, und das ist in diesem Fall gewollt. Denn der Besucher kann sich so ein Bild davon machen, welche Arbeit in so einem Gefährt steckt. "Der komplette Aufbau ist aus Holz, alles noch solide Stellmacherkunst", so Hamann.

Interessant auch der Fakt: Vom F9 wurden noch vor Kriegsbeginn zwei Prototypen gebaut, die allerdings bei Berlin dann in Rauch und Asche aufgingen. So sei dieser Typ nie in Produktion gegangen. Erst in Zwickau und dann in Eisenach wurde daraufhin dann der Wartburg gebaut.

Alle Oldtimerfreunde, die noch ein Fahrzeug der F-Serie ihr Eigen nennen, sind besonders herzlich eingeladen, mit ihrem Gefährt beim Oldtimertreffen vorzurollen. Auch ihnen wie allen Aktiven winkt wieder die begehrte Oldtimertreffen-Plakette. Dieses Mal mit dem Abbild eines F 8.

Ein weiteres Highlight dürfte die große Sportwette sein, an der jeder automatisch teilnimmt, der eine Eintrittskarte hat. Groß darf man in diesem Fall wörtlich nehmen, denn ein Panzer tritt gegen eine Lkw H 6 an, anders gesagt elf gegen 7,5 Tonnen. Vor den Lkw werden sich die Mitglieder des jüngste Verein auf dem Motorsportplatz, des Motocross- und Enduropark e. V. , spannen und den 7,5 Tonner 20 Meter ziehen. Unter einem Panzer machen es hingegen die Oldtimerfreunde nicht. "Auch wenn die Motocross freunde stetig neue Mitglieder bekommen, so sind wir derzeit noch mehr", fügt Frank Brauer an, der hier einfach auf Masse setzt. Letztlich entscheidet die Uhr, wer hier die Nase vorn hat. Auf den Gewinner aus dem Publikum wartet dann eine MZ ETZ 250.

Einmal Panzer fahren, zumindest mitfahren, oder aber die jungen Motocrosssportler live im Ausscheid erleben, all das ist an dem Wochenende möglich. Auch der dreimalige DDR-Meister im Motorsport und zweimalige Bergringpokalgewinner Siegfried Alpermann hat sich angekündigt. Vielleicht sieht man den heute über 70-Jährigen noch eine Runde auf der Crossmaschine drehen.

Teilemarkt und ein eigens für den Nachwuchs gestricktes Programm mit Kindermotorrädern, Bastelstraße, Hüpfburg und vielem mehr versprechen die Organisatoren zudem. Übrigens, für Teilnehmer bestehen auch Campingmöglichkeiten, bevorzugt natürlich stilecht mit DDR-Campingausrüstung.

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