Crowdfunding : Sponsoren für die Wetterstation

Kontrolle an der Wetterstation im Garten: Eine ähnliche Anlage will Johannes durch das Crowdfunding finanzieren.  Fotos: Lars Reinhold
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Kontrolle an der Wetterstation im Garten: Eine ähnliche Anlage will Johannes durch das Crowdfunding finanzieren. Fotos: Lars Reinhold

Karstädter Nachwuchsmeteorologe sucht Unterstützer für sein 750-Euro-Projekt

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22. August 2015, 12:00 Uhr

Wetterdaten im heimischen Garten zu sammeln, ist eine Sache. Das macht Johannes Herper aus Karstädt schon seit 2013. Wenn der 14-Jährige von der Schule kommt, zockt er nicht etwa Playstation, sondern analysiert Niederschlagsmengen, Luftfeuchtigkeit und Temperaturdaten. „Die Informationen bereite ich auf und veröffentliche sie auf meiner Internet- und meiner Facebookseite“, sagt der Gymnasiast.

Eine andere Sache ist es, an mehreren Standorten Daten zu sammeln und sie miteinander zu vergleichen. Das ist Johannes’ nächstes Projekt. „Ich würde gerne eine zweite Wetterstation in Elbnähe aufstellen, in Rühstädt oder Hinzdorf beispielsweise.“ Was dem Jungen mit der feschen Frisur, den man eher mit Skateboardfahren oder Graffitisprühen in Verbindung bringen würde, dafür fehlt, ist ganz einfach das nötige Kleingeld.

„Die Messstation, die ich dort gern installieren würde, kostet 750 Euro, ein Betrag, den ich aus eigener Tasche nicht finanzieren kann“, sagt Johannes. Doch der smarte Teenager weiß sich zu helfen. „Ich habe auf der Internetseite www.indiegogo.com eine Crowdfounding-Aktion gestartet und suche auf diese Weise Unterstützer, die das Projekt finanzieren.“

Der Begriff Crowdfunding kommt aus dem englischen und setzt sich zusammen aus crowd für (Menschen)Menge und funding für Finanzierung. Mit dieser Methode kann über Spenden oder stille Beteiligungen Eigenkapital für ein Projekt gesammelt werden. Mit der Freischaltung seines Projekts auf der Website hat Johannes 35 Tage Zeit, es über soziale Medien wie Facebook und Twitter bekannt zu machen und die Spender davon zu überzeugen, es zu unterstützen. „Wenn ich die 750 Euro in dieser Zeit bekomme, kann ich sie in die Wetterstation investieren. Schaffe ich das nicht, will ich das Geld für einen gute Zweck spenden.“ Aktuell ist Johannes von seinem Ziel noch weit entfernt, 50 Euro sind bis jetzt von Unbekannten „investiert“ worden.

Dennoch bleibt der Nachwuchsmeteorologe – der sich durchaus vorstellen kann, auch mal beruflich „was mit Wetter“ zu machen, wenn denn die Zensuren am Ende der Schulzeit stimmen – optimistisch. „Ich muss den Leuten erklären, dass das, was ich mache, einen Nutzen hat und jeder davon profitieren kann. Das Problem in der Prignitz und in Deutschland allgemein sei, dass die Wetterdaten der offiziellen Stationen nicht oder nur teilweise öffentlich zugänglich sind, sagt Johannes. „Ich stelle wie viele andere Hobbymeteorologen auch meine Daten umfänglich der Öffentlichkeit zur Verfügung, so dass sie jeder für sich nutzen kann.“

Eine Frage, die ihn besonders interessiert, und der er mit der neuen Messstation auf den Grund gehen will, ist, warum Gewitter aus Richtung Sachsen-Anhalt häufig an der Elbe hängen bleiben. „Das kann ich mir bisher nicht erklären und hoffe, mit Daten aus dem Elbvorland hier vorwärts zu kommen. Und vielleicht interessiert das ja auch andere. Ich freue mich über jegliche Unterstützung.“

Wer Johannes Herper bei seinem Projekt unterstützen möchte, kann das HIER tun.
Die Website von Johannes ist HIER erreichbar, sein Facebook-Profil HIER. Auch überweisungen sind möglich unter: Commerzbank IBAN: DE65 1604 0000 0741 4428 00, BIC: COBADEFFXXX

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