Leidenschaft Spinnen : Spinnräder gern auch klappbar

Mit dem Spinnrad hat Manuela Walther aus Lanz beruflich wie in der Freizeit viel zu tun.
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Mit dem Spinnrad hat Manuela Walther aus Lanz beruflich wie in der Freizeit viel zu tun.

Mit der Selbstmach-Bewegung steigt das Interesse an modernen Versionen – Zum praktischen Nutzen kommt die entspannende Wirkung

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30. Mai 2017, 12:00 Uhr

„Wie Dornröschen kann sich niemand an unseren Spindeln verletzen“, versichert Manuela Walther. Aber bei Kindern sei dennoch Vorsicht geboten, damit sie nicht in die sich sehr schnell drehende Spindel griffen. Manuela Walther kennt sich damit inzwischen bestens aus, denn seit 15 Jahren entstehen diese in der Tischlerwerkstatt von Thomas Walther.

Es sind Eigenkonstruktionen, flüsterleise und modern, die in Lanz in Kleinserien gebaut werden. „Wir haben mehrere Modelle verschiedener Größen und für differenzierte Anwendungen im Angebot. Denn manche wolle grobe Rohwolle direkt vom Schaf verspinnen, andere bevorzugen dünnere Materialien. Wir liefern auch ein klappbares Modell beispielsweise für jene, die im Wohnmobil in Herkunftsländer der Wolle wie Norwegen und Irland fahren“, so Manuela Walther.

Selbermachen liegt im Trend, das merken die Walthers an den Bestellern. Hartz-IV-Empfänger gehören ebenso dazu wie Akademikerinnen. Einige Kundinnen stellen sich das Spinnrad ins Büro, um in Pausen runter von der Anspannung zu kommen“, so Manuela Walther. Arbeitsschutzmäßig gestalte sich das meist unbedenklich, da es kein Elektrogerät sei.

Spinnkreise nutzen wieder die beruhigenden und schon aus früheren Jahrhunderten bekannten gesprächsfördernden Aspekte dieser Tätigkeit.

Neben dem praktischen Nutzen schätzt Manuela Walther die entspannende Wirkung des Spinnens. „Wenn ich einmal dabei bin, möchte nicht mehr aufhören. Dann brauche ich auch keinen Fernseher.“  

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