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Schädlingsbekämpfung mit Teilerfolg : Spinner: Leichte Entspannung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Von Schädlingen befallene Eichen an die Stadt melden

von
erstellt am 25.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Welchen Erfolg brachte die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in diesem Jahr? Einen Abschlussbericht gab Antje Hartwig vom Umweltamt der Stadtverwaltung im Stadtparlament.

Auf knapp 90 Hektar wurden die gefräßigen Raupen im Perleberger Bereich aus der Luft bekämpft, 134 Einzelbäume vom Boden aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 35 Hektar, die mehr gemeldet wurden. Als Gründe dafür führte die Umweltfachfrau der Stadt an: die Anpassung der Flächen an die Arbeitsbreite der Flieger, die Aufnahme von Feldhecken und auch einen gewissen Neubefall. Herausgefallen sind hingegen das Trinkwasserschutzgebiet Wüsten Buchholz und einige wenige Bäume an Oberflächengewässern.

Der Einsatz im Perleberger Bereich lief Ende April und am 5. Mai. Parallel zur Bekämpfung aus der Luft erfolgte die vom Boden aus. Bei Ersterer gab die Feuerwehr Unterstützung, versorgte den Hubschrauber mit Wasser für das Spritzsubstrant. Das Absaugen der Nester an Einzelbäumen im Bereich Quitzow/Sükow und im Trinkwasserschutzgebiet übernahm der Stadtbetriebshof. „Die Witterungsbedingungen waren nahezu optimal“, so Antje Hartwig. „Bis auf wenige Ausnahmen wurde ein gutes Ergebnis erzielt.“ Gleiches gelte für die Behandlung vom Boden aus, die von der Kreisstraßenmeisterei betreut und koordiniert wurde.

Für das Stadtgebiet könne man so von einer leichten Entspannung sprechen, resümiert Hartwig. Negativ ins Kalkül fallen nicht gemeldete Bäume und der Wegfall kleiner Forstflächen im Bereich Dergenthin/Silge. Zudem gebe es trotz Behandlung einige stärker befallene Flächen. Als Beispiel führte sie Dergenthin an, wo vom Boden her die Rauben bekämpft wurden, und Silge, wo der Helikopter im Einsatz war.

Einigkeit herrsche bei Kommunen und Landkreis, dass die Zusammenarbeit auf dieser Strecke fortgeführt werden müsse. Die Erfassung für 2015 laufe. Jeder bekannte Befall werde aufgenommen. In diesem Zusammenhang appellierte die Umweltfachfrau an die Einwohner, Befall und Erkrankungen von Bäumen unbedingt zu melden.

Als problematisch führte Antje Hartwig unter anderem die schwierige Rechtslage hinsichtlich des Pflanzenschutzrechts, der Biozidverordnung und des Ordnungsrechts an. Zudem gebe es erhöhte Auflagen aufgrund des Gewässer- und Naturschutzes.

75 Prozent der Kosten für die Bekämpfung des Eichenprozessionspinners übernahm der Landkreis, 7014 Euro bezahlte die Stadt Perleberg.

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