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Kommunalwahl: Bad Wilsnack : Spielmann regiert, FDP wird stärkste Fraktion

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Nur 28 Stimmen trennen die Bürgermeisterkandidaten am Ende / Zwei Sitze im Parlament bleiben leer

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Das Rennen um das Bürgermeisteramt in Bad Wilsnack hätte knapper kaum sein können. Mit einem Vorsprung von gerade einmal 28 Stimmen bzw. 2,3 Prozentpunkten setzte sich der parteilose Hans Dieter Spielmann gegen Hans-Dieter Haas durch, der ebenfalls keiner Partei angehört, aber auf der Liste der FDP angetreten war.

Die starke Liste der Liberalen erhielt 1286 Stimmen und wird in der Wilsnacker Stadtverordnetenversammlung mit sechs Sitzen künftig die größte Fraktion bilden. Zweitstärkste Kraft sind die Christdemokraten mit dem scheidenden Bürgermeister Dietrich Gappa an der Spitze – 1109 Stimmen reichen für fünf Sitze. Die SPD kommt mit 579 Stimmen auf zwei Sitze und UWG Grube mit 137 Stimmen auf ein Mandat. Auf den Einzelwahlvorschlag von Hans Dieter Spielmann entfallen zwei Sitze.

„Diese zwei Sitze bleiben leer“, erklärt Elke Heyer vom Amt Bad Wilsnack/Weisen. „Da Herr Spielmann nicht mit einer Liste angetreten ist, kann auch niemand nachrücken. Und er selbst als Bürgermeister kann nicht gleichzeitig Abgeordneter sein, deswegen besteht die neue Stadtverordnetenversammlung nur aus 14 anstatt 16 Mitgliedern.“

Spielmann als designierter Bürgermeister hatte zwar einen knappen Ausgang erwartet, zeigt sich über die Differenz aber dennoch überrascht. „Es war klar, dass es eng werden würde, aber so knapp ... Hans-Dieter Haas und ich standen wirklich für zwei sehr differenzierte Positionen, und die Wilsnacker haben sich entschieden, und damit werden wir nun arbeiten.“

Dass Haas’ Mitstreiter im Stadtparlament stark vertreten sind, sei laut Spielmann kein Problem. „Es gab bisher keine Diskrepanzen aufgrund von Parteilinien, beispielsweise hat Ralf Brehmer von der FDP mir gleich gratuliert. Wir wollen für Wilsnack zusammenarbeiten.“

Hans-Dieter Haas macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Ich habe mit meiner Kompetenz allein nicht überzeugen können, mir als Wessi fehlt offenbar die lokale Anbindung.“ Dennoch könne man mit dem Abschneiden der Liste zufrieden sein. „Wir haben starke Kandidaten ins Parlament gebracht und können hier wieder gute Stadtpolitik machen, wenn es sein muss auch als Opposition“, so Haas. Noch sei nicht über Ämter und Funktionen gesprochen worden, aber es sei nicht auszuschließen, dass Haas wieder den Fraktionsvorsitz übernimmt.

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