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Wasserspaß : Spielerisch ans Wasser gewöhnen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zwei Wochen lernten 40 Jungen und Mädchen der Kita Kinderland im Freibad Karstädt den Umgang im nassen Element

von
erstellt am 02.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Im Freibad Karstädt plantschten in den vergangenen zwei Wochen kleine „Frösche“ in den Becken, nahmen „Eichhörnchen“ und „Bärchen“ ein Bad und die „Wackelzähne“ tobten schon im Schwimmerbecken. 40 Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren der Kita „Kinderland“ Karstädt nahmen am Projekt Wassergewöhnung teil. Es darf kräftig geplantscht, gespritzt und getaucht werden. So haben die Mädchen und Jungen die beste Vorbereitung auf den „Seepferdchen-Schwimmkurs“, den sie dann ebenfalls im Freibad Karstädt absolvieren können.

„Es ist eine gute Gelegenheit, zumal wir das Freibad ja vor Ort haben. Wir machen die Wassergewöhnung zum dritten Mal und die Eltern sind dafür dankbar“, sagt Kita-Leiterin Marika Krohn. Und sie weiß, dass „den Kindern danach die Seepferdchen-Prüfung leichter fällt. Wir nehmen aber zu diesem Projekt auch Kinder mit, die schon schwimmen können. Da haben sie Zeit, weiter zu üben.“ Zum Abschluss des Projektes sollten die Knirpse gestern ihre „Delphin“-Prüfung ablegen. Doch leider spielte der Wettergott nicht mit. „Das haben wir uns in Absprache mit der Schwimmmeisterin ausgedacht. Da müssen sie kleine Übungen machen und jedes Kind bekommt dann eine Urkunde. Aber das fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser“, so Marika Krohn. Sie versprach aber: „Das holen wir noch nach.“

Wassergewöhnung ist eine grundlegende Voraussetzung, damit sich ein Kind sicher im Schwimmbad und am Badesee fühlt. Vor allem, weil laut Statistik, jedes zweite Kind unter zehn Jahren nicht schwimmen kann.

Für die kleinen Nichtschwimmer ist der Aufenthalt im und am Wasser mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Tragischer Weise zählt das Ertrinken zur zweithäufigsten Todesart nach dem Unfalltod im Straßenverkehr, so die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“.

Während Kinder von 0 bis 5 Jahren häufig in Planschbecken, Gartenpools und Badewannen ertrinken, sind ältere Kinder ab 6 Jahren an Seen, Flüssen und Meeren gefährdet.

14 Tage dauerte das Projekt, das von Schwimmmeisterin Manuela Rozycki im Karstädter Freibad durchgeführt wird. Unterstützt wurde sie dabei von ehrenamtlichen Helfern der DRK Wasserwacht Karstädt.

In ihrem Angebot lernen die Kinder spielerisch vielfältige Bewegungen, Spiele und Übungen im Wasser kennen.
Dabei stehen der Spaß und der ausgelassene Aufenthalt im Wasser im Vordergrund.
Im Wasser gaben Manuela Rozycki und ihre ehrenamtlichen Helfer Hilfestellung bei verschiedenen Schwimmübungen, ermunterten zum Tauchen sowie zum Springen. Die Kinder erlernen den Umgang mit Wasser und die Rücksichtnahme. Im Vordergrund steht natürlich der Abbau von Furcht und hemmendem Respekt vor dem nassen Element. Die Interaktion mit dem Medium Wasser, wie zum Beispiel die Luft anhalten, blubbern, gleiten, tauchen werden geübt.

Schwimmmeisterin Manuela Rozycki sieht neben der Unfallvorbeugung und dem gesundheitlichen Aspekt viele weitere Vorzüge des Kita-Schwimmens: „Wir folgen hiermit der Empfehlung, möglichst frühzeitig mit der Wassergewöhnung zu beginnen. Viele Eltern gehen nicht mit ihren Kindern schwimmen, weil sie selbst nicht schwimmen können. Wir sind noch offen für weitere Kitas, die ihren Kindern die Wassergewöhnung ermöglichen möchten.“ Für interessierte Einrichtungen ist sie unter Telefon 0174/9613509 erreichbar.  

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