Perleberger Schule an der Stepenitz : Spielend fit fürs Web

Mit drei unterschiedlichen Karten zum Sieg über Mobbing: Fragekarten zu Mobbing und Umgang mit Medien; Hippo-Karten beschreiben die Situation, für die eine Lösung gesucht wird; Rollenspiele, wo selbst Lösungen gefunden werden müssen, um aus der Mobbingfalle zu kommen.
Mit drei unterschiedlichen Karten zum Sieg über Mobbing: Fragekarten zu Mobbing und Umgang mit Medien; Hippo-Karten beschreiben die Situation, für die eine Lösung gesucht wird; Rollenspiele, wo selbst Lösungen gefunden werden müssen, um aus der Mobbingfalle zu kommen.

Polizeischüler entwickeln Brettspiel zu digitalen Risiken, Sechsklässler der Schule an der Stepenitz findet es cool.

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12. Juni 2019, 12:00 Uhr

„Hausaufgaben vergessen und schon gibt es einen dusseligen Kommentar im Netz von einem Mitschüler“, berichtet Hanna Larissa. Auch Lily-Rose weiß von einer Gruppe von Schülern, die sich ein Opfer ausgesucht hatte und jenes mit Beleidigungen im Internet traktierte. „Irgendwie hat jeder so was schon erlebt oder hat selbst mal einen dummen Spruch gegen jemanden im Netz abgelassen“, gesteht Dominik. Alle drei besuchen die 6. Klasse der Schule an der Stepenitz und alle drei finden es „blöd, wenn über Internet oder per Handy andere beschimpft, beleidigt oder gar bedroht werden“. Es besteht Aufklärungsbedarf, viele Schüler wissen nicht, was sie für Schaden anrichten, wenn sie Bilder oder Videos posten, Mitschüler beleidigen, so sieht es auch Schulleiterin Martina Dietrich.

Seit gestern nun können sich die Schüler hier spielend mit diesem Thema auseinandersetzen. Drei Studentinnen der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg haben im Wahlpflichtmodul Cybercrime ein Brettspiel entwickelt, das den Nachwuchs in die Lage versetzt, Cybermobbing die Stirn zu bieten. „Das Tolle daran, wir können zeigen, dass wir durchaus in der Lage sind, selbst dagegen was zu unternehmen“, bringt es Lily-Rose auf den Punkt. Den Chat zu verlassen, wo eine Mitschülerin gemobbt wird, Eltern oder die Lehrer informieren, damit sie sich an den Anbieter wenden. „Und auch wir als Polizei sind Ansprechpartner“, betont Polizeihauptmeisterin Grit Weber vom Bereich Prävention der Polizeiinspektion. Sie übergibt der Schule den ersten Klassensatz dieses Spiels. „Auf der Lehrerkonferenz zu Schuljahresbeginn wird bei uns nun auch gespielt“, fügt die junge Schulleiterin mit einem Lächeln an. Denn „Free Hip“, so heißt das Gesellschaftsspiel, werde man in Projekttage einbinden wie auch im LER-Unterricht, wenn das Thema anstehe. Und wenn Schüler selbst nach einer Lösung suchen wollen, können sie sich das Spiel ausleihen.

Eine Kollegin hatte von der Aktion gehört, daraufhin suchte die Schule den Kontakt zur Polizei. „Nichts Außergewöhnliches“, wie Martina Dietrich betont, denn seit vielen Jahren arbeite man mit jener sehr eng und gut zusammen. So gastiert die Puppenbühne immer wieder mal in der Schule, zu Themen wie Rauchen, Drogen und Alkohol habe man mit Peter Habedank und Carmen Koynowski vom Bereich Prävention absolute Experten mit im Boot, listet die Schulleiterin unter anderem auf. Fortan soll auch Hip, der im Spiel der Gemobbte ist, wieder fröhlich drein blicken. Dafür wollen sie an ihrer Schule sich fit und stark machen.

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