Turnier der Wirtschaft : Spiel, Sport und Netzwerkarbeit

Angriff: Die Optic Dragons (r.) beim Volleyballspiel gegen das Lebenshilfe-Team.
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Angriff: Die Optic Dragons (r.) beim Volleyballspiel gegen das Lebenshilfe-Team.

5. Auflage der Sportveranstaltung mit 24 Volleyball und elf Fußballmannschaften wieder gut besucht

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13. September 2015, 22:00 Uhr

Dribbling, Schuss, knapp vorbei. Der Keeper froh, der Schütze enttäuscht. So ist es im Sport.

„Ist doch klar, dass auch der Ehrgeiz mitspielt. Wer Sport macht, will auch irgendwie gewinnen.“ Christian Fenske ist eigentlich für die Wirtschaftsförderung der Stadt Wittenberge zuständig, doch am Samstag vertritt er die Verwaltung nicht gegenüber Geschäftsleuten und Firmengründern, sondern gegen Stürmer und Abwehrspieler der anderen Fußballmannschaften beim 5. Turnier der Prignitzer Wirtschaft. „Die Idee ist einfach klasse, denn hier spielen Amtsleiter, Azubis und der Mittelbau gemeinsam und lernen sich von einer anderen Seite kennen. Das schweißt zusammen.“

24 Volleyball- und elf Fußballmannschaften konkurrieren in diesem Jahr um die Wanderpokale in den beiden Sportarten. „Das Turnier hat sich über die Jahre als feste Größe etabliert“, sagt Benjamin Wiersch von der Krankenkasse DAK, die das Turnier gemeinsam mit den Prignitzer Wirtschaftsjunioren organisiert. „Die Idee dazu entstand aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement heraus, dass die DAK bei zahlreichen Prignitzer Firmen anbietet. Wir wollten ehemalige Betriebssportgemeinschaften wiederbeleben und die Mitarbeiter dazu anregen, neue zu bilden, die sich dann bei einem Wettkampf messen konnten. Daraus wurde dann das Turnier der Prignitzer Wirtschaft.“

Auch wenn alle Teams mit Eifer bei der Sache sind, sich auf dem Rasen nichts geschenkt und auch am Volleyballnetz knallhart um Punkte gekämpft wird, überwiegt doch der soziale Aspekt. „Über den Sport lernt man die Kollegen auch mal anders kennen, das ist natürlich gut fürs Betriebsklima. Sich austauschen und auch über das eigene Kollegium hinaus Netzwerke bilden, darauf kommt es an“, so Wiersch. Aus Sicht der Wirtschaftsjunioren, einem Zusammenschluss junger Unternehmer und Führungskräfte, ist gerade die Chance zur Bildung von Netzwerken ideal. „Man kommt zusammen, macht Sport und lernt sich dabei ungezwungen kennen. Dabei entstehen Kontakte, die man anschließend auf geschäftlicher Eben ausbauen kann“, so Jenny Porep von den Wirtschaftsjunioren.

Während auf den Spielfeldern gekickt und geschmettert wird, nutzen viele „spielfreie“ Teams am Stand der DAK die Chance, ihre Fitness zu testen. Sit-ups, Standweitsprung, Speedbounce und Balanceboard heißen die Aufgaben, die es hier zu meistern gilt. „Das sieht gar nicht so schlecht aus“, kommentiert Katrin Giese von der Krankenkasse und stoppt die Zeit, während ein Mitglied des Teams von Adecco Wittenberge Sit-ups macht. „Die Übungen, die wir hier anbieten, geben schon einen ganz guten Überblick über den Fitnessstand“, sagt Giese. „Manch einer bekommt von uns dann schon den Tipp, vielleicht mal etwas mehr für seine Fitness zu tun.“

Das haben die Jungs vom Fußballteam von WDM Wolfshagen nicht nötig. Bereits zweimal haben sie den Pott nach Hause gebracht, und auch in diesem Jahr stehen sie gut im Turnier. „Wir sind ein eingespieltes Team, haben viele aktive Vereinsspieler dabei“, sagt Marcel Waßner. „Viel Training brauchen wir also nicht.“ So spielen Betriebsmannschaften gegen Verwaltungsmitarbeiter, das Team des Kreiskrankenhauses gegen die Stadtmannschaft von Wittenberge, Augenoptiker gegen die Lebenshilfe, und alle haben ihren Spaß. „Man powert sich aus und geht hinterher gemeinsam ein Bierchen trinken. So entsteht Zusammenhalt, und der ist gerade heute, wo es im Arbeitsalltag stressig zugeht, wirklich wichtig“, meint Wirtschaftsförderer Christian Fenske.

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