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Perleberger Hagen : „Spiel im Fluss“ untergegangen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt und Sanierungsträger verabschieden sich vom jetzigen Entwurf zur Umgestaltung des Hagens.

von
erstellt am 10.Feb.2017 | 10:54 Uhr

„Spiel im Fluss“, so heißt das Projekt zur Umgestaltung des Hagens, richtiger gesagt, so hieß das Projekt. Denn dieses ist untergegangen, bevor es entstanden ist, zumindest in der jetzigen Form. Das heißt, für Stadt und Sanierungsträger steht auch weiterhin der Anspruch zur Neugestaltung des Bereiches Hagen-Süd. Darüber informierte Bürgermeisterin Annett Jura die Mitglieder des Hauptausschusses am Donnerstagabend.

Von Anbeginn waren die Diskussionen zu dem Vorhaben ausgesprochen kontrovers. Weder Abgeordnete noch Anwohner konnten sich mit dem Gesamtprojekt anfreunden.

Der Ausgangspunkt: Der Hagen soll neugestaltet, mehr zum Erleben, zum Anfassen werden, eben eine grüne Lunge mit Aufenthaltsqualität. Konkret geht es um den Bereich südlich vom sogenannten Gummisteig. Mit Städtebaufördermitteln soll das Areal aufgewertet werden. Rund 300 000 Euro sind dafür insgesamt dem Planer als Vorgabe benannt.

Schon auf der Informationsveranstaltung im Dezember stieß das Vorhaben bei den Anliegern auf wenig Akzeptanz. Alles solle bleiben wie es ist, nur die Wege ordentlich hergerichtet, ausreichend Beleuchtung installiert und neue Bänke aufgestellt werden, so der Tenor. Ganz ähnlich auch die Quintessenz im Stadtentwicklungsausschuss, wo der Planer die Veränderungen, die er als Ergebnis der Infoveranstaltung vorgenommen hatte, vorstellte. Was als Aufwertung des Gartendenkmals seitens der Verwaltung, der BIG-Städtebau als Sanierungsträger und des Planungsbüros offeriert wurde, stieß weiterhin nicht auf Begeisterung.

Unterm Strich wurde deutlich, so die Bürgermeisterin, dass der Entwurf in der jetzigen Fassung in den Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung nicht mehrheitsfähig sein werde. Unstrittig aber sei, auch das belegte die Debatte, dass im Hagen was getan werden muss. Wege und Beleuchtung müssen erneuert werden und auch die Möblierung. Keineswegs verzichten wolle man auf den Spielplatz. Doch auch der ist nicht nur in die Jahre kommen, sondern kaum gleichermaßen anziehend für Kinder und Jugendliche. An den Anspruch will man auch künftig nicht rütteln. Vom Tisch sind aber ein zusätzlicher befestigter Weg parallel zur Eichenpromenade wie auch die Art der Gestaltung des Spielbereichs, angeordnet auf einem Sandbett, das einem trockengelegten Bachbett nachempfunden werden sollte. Hauptaugenmerk lege man nun auf die Sanierung im Bestand und des Spielplatzes, so die Aussage zu den neuen Planungszielen.

Wie geht es nun weiter? Der Planer wird den Entwurf entsprechend ändern. Als „Billigung der konzeptionellen Entwurfsplanung“, wie es im Amtsdeutsch heißt, wird das geänderte Projekt dann in der nächste Sitzungsperiode in die Ausschüsse eingebracht.

 

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