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Der Prignitzer

14. Dezember 2017 | 22:02 Uhr

Spezielle Sprachhilfen starten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schulamt richtet für Kinder aus Asylbewerber- und Flüchtlingsfamilien Gruppenunterricht ein

von
erstellt am 17.Feb.2015 | 10:27 Uhr

Für die derzeit 120 im Kreis lebenden Kinder aus Asylbewerber- oder Flüchtlingsfamilien soll es in der Prignitz eine spezielle Sprachförderung geben. Darüber informierte gestern der zuständige Schulrat Harald Schmidt die Mitglieder des kreislichen Schulausschusses.

Wenige Stunden zuvor hatte es am Nachmittag eine Einigung mit Schulvertretern gegeben, die Vorbereitungsgruppen zunächst für Kinder der Oberschulen in Wittenberge und in Perleberg einzurichten. Auch in Glöwen soll es eine Gruppe geben, für Kinder die dortige Grund- und Oberschule besuchen.

Geplant seien zehn bis zwölf Wochenstunden mit dem Schwerpunkt deutsche Sprache. Parallel sollen kulturelle Fragen und Themen angesprochen werden. „Um die Verlässlichkeit zu gewährleisten, werden wir pro Gruppe zwei zusätzliche Lehrer einstellen“, kündigte Schmidt an. Bereits an Schulen tätige Lehrer könnten das nicht übernehmen, dafür sei die Personalsituation zu angespannt. Mittelfristig werde auch für den Raum Pritzwalk/Meyenburg eine solche Gruppe eröffnet.

Eine zweite Fördermöglichkeit besteht in zusätzlichen Lehrerstunden, die Schulen bewilligt bekommen. Diese Variante sei insbesondere für Kinder geeignet, die erste Deutschkenntnisse haben.

Einen Rechtsanspruch und damit eine Verbindlichkeit für das Modell der Gruppen gibt es nicht, räumte der Schulrat auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Gordon Hoffmann (CDU) ein. Der Abgeordnete Torsten Diehn (SPD) bezweifelt, dass es ausreichend Geld für eine „würdevolle Eingliederung“ geben wird. Andreas Giske (CDU) begrüßte wie alle Abgeordneten diese Vorschläge und mahnte: „Wir müssen kontrollieren, ob sie umgesetzt werden.“

Die Kosten für die Beförderung der Schüler zum Unterrichtsort muss der Kreis tragen. Eventuell anfallende Kosten durch die steigenden Schülerzahlen tragen der jeweilige Schulträger, also die Kommunen bzw. der Kreis.

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