Spezialester made in Wittenberge

Minister Christoffers, Thomas Cremer, Cremer Oleo-Geschäftsführer Dr. Ulrich Wegner, Patrick Knüppel und Bürgermeister Dr. Hermann (v. l.) nehmen die Anlage offiziell in Betrieb.  Barbara Haak
Minister Christoffers, Thomas Cremer, Cremer Oleo-Geschäftsführer Dr. Ulrich Wegner, Patrick Knüppel und Bürgermeister Dr. Hermann (v. l.) nehmen die Anlage offiziell in Betrieb. Barbara Haak

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25. September 2012, 05:12 Uhr

Wittenberge | Die Skyline von Wittenberge ist um einen Turm reicher: Die neue Esteranlage der Prignitzer Chemie, sie gehört zur Cremer Oleo und damit zum Cremer-Unternehmen Hamburg, reckt sich gut sichtbar in den Himmel. In dieser Anlage, die gestern per Knopfdruck offiziell in Betrieb ging und derzeit langsam zum Laufen gebracht wird, werden hochwertige Spezialprodukte aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Diese Ester aus Wittenberge markieren nach den Worten des Geschäftsführers der Prignitzer Chemie, Patrick Knüppel, internationale Klasse. Das Wittenberger Unternehmen profiliere sich damit als verlässlicher Lieferant und Partner von Kosmetikherstellern, Pharmaunternehmen und Firmen der Nahrungsmittelindustrie.

Gegenüber dem "Prignitzer" nannte gestern Thomas Cremer als Miteigentümer der Cremer Holding und geschäftsführender Vorstand die 25-Millionen-Investition einen Meilenstein für den Industriestandort. In Wittenberge hat Cremer damit die größte Investition getätigt, die bisher in einen Einzelstandort geflossen ist.

Meilenstein: Auf dieses Wort greift auch Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann zurück, um deutlich zu machen, "wie wichtig die Entwicklung, nicht nur für das Industriegebiet Süd, sondern für Wittenberge und die Region ist", sagte er gegenüber der Redaktion. Lob und Anerkennung hatte das Stadtoberhaupt zuvor vor der großen Runde der Gäste aus dem Mund von Geschäftsführer Knüppel entgegengenommen, der explizit, wie er sagte, für die effektive und produktive Unterstützung dankte, die das Unternehmen bei all seinen Vorhaben hier im Territorium erfahre. Persönlich an Dr. Hermann gewandt, sagte Knüppel, er gehöre sicher deutschlandweit zu den besten seiner Zunft, wenn es um die Unterstützung von Unternehmen und ihren Investitionen gehe. Unterstützung sagte auch der Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers der Prignitzer Chemie zu, wenn es darum geht, die gewünschten Kontakte zu Hoch- und Fachschulen zu knüpfen, kommt das doch der strategischen Zielstellung des Landes entgegen, Brandenburg zu einer der stärksten Innovationsregionen Deutschlands zu entwickeln.

Die Prignitzer Chemie bzw. die Cremer Oleo plant strategisch langfristig für Wittenberge und hat sich deshalb zwei weitere Flächen im Gewerbegebiet Süd - eine davon direkt an der Karthane - gesichert. Wie Thomas Cremer der Redaktion sagte, "hängt das mit unseren Überlegungen für morgen und übermorgen zusammen". Natürlich habe man bereits Ideen, aber diese seien noch nicht spruchreif.

Schon fast spruchreif ist hingegen die Investition, die ein anderes Unternehmen ebenfalls in diesem Bereich tätigen wird. Es handelt sich um eine Neuansiedlung, "mit Hafenaffinität", wie Dr. Hermann betont. Auch im Gewerbegebiet an der B 189 wird sich in überschaubaren Zeiträumen ein Unternehmen neu ansiedeln, das eine Reihe von neuen Arbeitsplätzen bringt.

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