Sanierungsbedarf im Vereinshaus : Sperrvermerk für Sanitärtrakt bleibt

Den besten Eindruck vermittelt das alte Vereinshaus noch von außen. Innen spürt man überall, wie alt und klein es ist.
Den besten Eindruck vermittelt das alte Vereinshaus noch von außen. Innen spürt man überall, wie alt und klein es ist.

AG Finanzen fordert von der Stadt konzeptionelle und betriebswirtschaftliche Darstellung des Projektes auf dem Jahn-Sport-Park.

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08. April 2017, 12:00 Uhr

Auch die Zweitauflage des Hauptausschusses brachte unterm Strich nichts Neues. Der Sperrvermerk für ein Funktionsgebäude im Jahn-Sport-Park bleibt bestehen. Fred Fischer merkte in der Bürgerfragestunde an, dass das nicht der Weg sein könne, vielmehr schnell eine Lösung gefunden werden müsse. Das vorhandene Raumkonzept entspreche nicht mehr den neuen Bedingungen, die der Landessportbund hinsichtlich DIN-Regelung und Arbeitsschutz zugrunde lege. Er unterstrich in diesem Zusammenhang, dass nicht nur der SSV Einheit Nutzer sei, sondern auch Krankenhausverein, die Leichtathleten, die Polizei, der DFB-Stützpunkt Fußball und nicht zu vergessen der Schulsport hier trainieren.

Bauamtsleiter Hagen Boddin will das so nicht stehen lassen, wie er gegenüber dem „Prignitzer“ äußerte. Flächenmäßig erfülle man selbst bei reduzierter Form die Anforderungen des Landessportbundes. Dass es hinsichtlich des Arbeitsschutzes gravierende Defizite gebe, sei ihm nicht bekannt, er werde das aber überprüfen. Wenn dem so sei, hätte man das Gebäude sicher schon mit Auflagen belegt. Da es sich um eine öffentliche Einrichtung handle, werde sie auch kontrolliert. Zweifelsfrei bestehe hier aber Sanierungsbedarf. Und es fehle an Umkleiden, entsprechenden Duschen für die Spieler wie auch für die Schiedsrichter.

Auf Nachfrage von Jan Domres (Linke) informierte Bürgermeisterin Annett Jura im Hauptausschuss darüber, dass am Montag das Treffen zwischen SSV, Verwaltung, Stadtvertretern und der AG Finanzen stattfand. Das Ergebnis: Der Sperrvermerk bleibt. An die Verwaltung richtete die AG Finanzen den Part, konzeptionelle und betriebswirtschaftliche Fragen zu beantworten, bevor eine Entscheidung gefällt werde. Donnerstag ging der Fragenkatalog der AG ein, der nun abgearbeitet werde, so die Bürgermeisterin.

Wolfgang Schulz (SPD) betonte, dass die Stadtverordneten nicht verhindern wollen, dass hier etwas passiert. „Es muss aber eine vernünftige Gesamtlösung her.“

Rainer Pickert (CDU) verkündete, dass er in der Stadtverordnetenversammlung gegen den Sperrvermerk stimmen werde. Vielmehr müsse man noch Geld draufpacken und das Hauptgebäude gleich mitsanieren. Das sei man den Ehrenamtlern schuldig.

Kämmerin Ute Brüggemann unterstrich, dass man sehr wohl wisse und nicht erst seit heute, dass hier was getan werden müsse. Seit 2015 ist das Projekt Bestandteil des Stadt-Umland-Wettbewerbes. Jetzt gehe es darum, „wie können wir es wirtschaftlich am besten darstellen“. Über die erste Phase der KIP-Förderung (Kommunale Investitionsprogramm) wolle man den neuen Funktionsbau schaffen und in der zweiten Phase die Sanierung des Vereinshauses anschließen. „Je früher wir Bedarf anmelden, um so größer ist die Chance, von nicht in Anspruch genommenen Geldern anderer außerdem noch zu profitieren.“ 

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