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Der Prignitzer

11. Dezember 2017 | 12:32 Uhr

Europan : „Speicherspiele“ im Stadthafen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

41 Architekten befassten sich mit dem Wittenberger Europan-Projekt / Stefan Magolz war der einzige Elbestädter unter ihnen

von
erstellt am 06.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Der hier in der Stadt beheimatete Architekt Stefan Magolz hat sich am Europan-Wettbewerb beteiligt. Er gehörte zu jenen 41 Planern und Architekten, die nach pfiffigen, erstaunlichen, ungewöhnlichen, machbaren oder futuristischen Ideen zur künftigen Nutzung der alten, aber denkmalgeschützten Speicher im Stadthafen und des sie umgebenden Viertels gesucht haben.

Die Autoren der Wettbewerbsbeiträge blieben anonym, als die Jury im Rathaus nach intensiven Diskussionen ihre Vorauswahl traf, blieben auch anonym, als die internationale Jury endgültig über die Erstplatzierten, über Anerkennungen und Ankäufe entschied.

Stefan Magolz war nicht unter den Prämierten. Seine Idee ist es deshalb aber nicht minder wert, näher betrachtet zu werden, und das wahrlich nicht ausschließlich deshalb, weil ein Wittenberger für Wittenberge gedacht und geplant hat. Der 29-Jährige, der in Wismar studierte, hat interessante Ansätze gefunden, damit sich das Gelände an der Ölmühle und an den Speichern „ein vielfältiges, abwechslungsreiches und unterhaltsames Angebot entwickelt und das Quartier zu einem kulturellen Herzstück Wittenberges macht“, wie er sagt. Entsprechend der Titel der Projektarbeit: „Speicherspiel“.

War Stefan Magolz enttäuscht, dass sein Wettbewerbsbeitrag nicht zu den auserwählten gehörte? Magolz macht keinen Hehl daraus, „dass ich mir schon gewünscht hätte, dabei zu sein“. Aber unabhängig davon, sei es eine spannende Aufgabe gewesen, vielleicht sogar in dieser Konstellation eine einmalige Sache. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man noch einmal in diesem internationalen Wettbewerbsrahmen für die eigene Heimatstadt arbeiten kann.“ Europan sei schon etwas Besonderes.

Stefan Magolz arbeitet im Architekturbüro seines Vaters. Einzelne Objekte wie Neubauten, Sanierungen, Modernisierungen bestimmen in der Regel seinen Arbeitsalltag. „Die Aufgabe im Europan-Wettbewerb kam in ihrer Komplexität eher jenen nahe, die wir während des Studiums bearbeitet haben“, sagt der junge Mann.

Wo nimmt man die Zeit für die intensive Beschäftigung mit der Zukunft eines ganzen Quartiers her?

„Ich konnte mir vier Wochen Zeit nehmen für das Projekt, so etwas ist natürlich ein Glücksfall.“

Stefan Magolz hat, wie er sagt, die Chancen genutzt, mit Europan Erfahrungen zu sammeln. Deshalb war er auch beim Workshop-Tag dabei, zu dem die drei Siegerteams des Europan Wittenberge – zwei spanische und ein italienisches Team – nach Wittenberge gekommen waren, um weiter am Thema zu arbeiten. „Es ist allein schon interessant, zu sehen, wie bei es bei so einem Workshop zugeht und wie dort gearbeitet wird“, resümiert Magolz.


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