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Speicher und Umgebung: Stadt erhofft das Besondere

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erstellt am 05.Apr.2013 | 09:56 Uhr

Wittenberge | 55 Standorte - darunter so bedeutende Städte wie beispielsweise Wien, Budapest, München, Nürnberg - aus 17 Ländern werben europaweit um die Gunst junger Architekten und Planer. Eines eint die Kommunen bei aller Verschiedenartigkeit: Sie hoffen auf die besondere Idee, auf den pfiffigen oder außergewöhnlichen Einfall für städtebauliche Weiterentwicklung und damit auch Problemlösung. Wittenberge gehört zu den 55 Städten und ist einer von neun deutschen Standorten, die sich an EUROPAN als einem der größten Ideenwettbewerbe für Städtebau und Architektur in Europa beteiligen.

In Berlin findet heute die Auftaktveranstaltung für die deutschen Städte statt. Bauamtsleiter Martin Hahn ist dabei, will für Wittenberge und die Aufgabe werben, mit der Architekten und Planer sich hier in den kommenden Wochen und Monaten befassen wollen.

Was erwartet die Stadt von EUROPAN?

"Wir hoffen auf ein urbanes Entwicklungskonzept, das auch unter den Bedingungen der schrumpfenden Stadt schrittweise umsetzbar ist", sagt die Kommune. Im Zentrum der Ideenfindung soll eine, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten tragbare Nachnutzung für die Hafenspeicher stehen. Sie sind in ein Gesamtkonzept zu integrieren, das das Areal zwischen Zollstraße, Bad Wilsnacker und Wasserkante bis zur Ölmühle umfasst: Das Areal hat seine industrielle Bedeutung verloren und soll nun schrittweise neu strukturiert und neuen Nutzungen auch in Anbindung an das Stadtzentrum zugeführt werden.

Zwischen 10 und 18 Uhr werden heute die Vertreter der Städte und Experten die einzelnen Problemstellungen in Berlin diskutieren. Wenn es gut läuft, kann der Leiter des Stadtbauamtes zahlreiche Architekten und Planer für die Elbestadt interessieren.

Architekten und Planer interessieren

Aus dem schwedischen Malmö, wo Bauamtsleiter Hahn und seine Stellvertreterin Petra Lüdtke die städtebauliche Herausforderung gemeinsam mit den anderen europäischen Wettbewerbsteilnehmern im Winter vorstellten, kehrten die beiden hiesigen Vertreter optimistisch zurück. Das kleine Wittenberge konnte sich behaupten. "Wir müssen sagen, wir sind sehr gut angekommen, haben ja auch eine tolle Landschaft und tolle Gebäude präsentieren können. Die Aufgabe ist - gemessen beispielsweise an den riesigen ungenutzten Militärstandorten, die andere vorstellten- überschaubar", sagt die stellvertretende Bauamtsleiterin in diesem Zusammenhang dem "Prignitzer".

Der 26. April ist - wenn man es so sagen will - der Tag der Wahrheit: An diesem Tag erwarten die Wittenberger Stadtväter all jene, die sich der städtebaulichen Herausforderung an der Wasserkante annehmen wollen. Dieses Rückfragenkolloquium startet mit einem gemeinsamen Rundgang durch das Wettbewerbsgebiet. Es schließt sich eine Runde im Rathaus an, bei der Architekten und Planer Fragen stellen können.

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