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Startschuss bei Groß Pankow : Spatenstich für die Schlagader

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Lückenschluss an der B 189 bei Groß Pankow kann beginnen. Zunächst wird außerorts gebaut. Bahnübergang soll zeitgleich fertig sein

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde gestern um 9 Uhr der Startschuss für den Ausbau des letzten Teilstückes der B 189 in der Prignitz gegeben. „Die Bundesstraße ist eine enorm wichtige Verbindung für die Prignitz. Wir bezeichnen sie nicht umsonst als Schlagader der Region, die die wirtschaftlichen Zentren im Westen des Landkreises über Pritzwalk bis hin nach Neuruppin verbindet“, sagt Infrastrukturstaatssekretärin Katrin Lange.

3,68 Millionen Euro wird der Ausbau des letzten Teilstückes kosten. Davon trägt das Land Brandenburg mit gerade 40 000 Euro den geringsten Teil der Kosten. Die Gemeinde Groß-Pankow ist mit 160 000 Euro an den Baukosten beteiligt. Den Rest von 3,48 Millionen Euro trägt der Bund. „Ich finde es gut, dass wir uns auch mit der Bürgerinitiative verständigen konnten und im Zuge für mehr Sicherheit zwei Verkehrsinseln bauen werden, dazu einen Zebrastreifen und die beleuchteten Querungen. Begleitet wird dieser Abschnitt von neuen Geh- und Radwegen, für die die Kommune zuständig ist“, so Lange. Die Bauarbeiten werden bereits jetzt beginnen und sich zunächst auf die freien Strecken außerhalb der Ortslage konzentrieren. Erst im kommenden Frühjahr, so Albrecht Klein, neuer Vorstand des Landesbetriebes für Straßenwesen, wird man mit den Arbeiten innerhalb des Ortes beginnen. Insgesamt rechnet man mit zwei Jahren Bauzeit. Dabei wird die jetzige Bundesstraße zur Gemeindestraße herabgestuft und soll vor allem für den landwirtschaftlichen Verkehr und für Radfahrer genutzt werden. Anbindungen gibt es an die bisherige alte B 189 und an die Straße zu den Karpfenteichen. Über die Panke werden zwei Brücken gebaut, der kleine Fluss selbst soll auf einer Strecke von rund 230 Metern umverlegt werden, weil sich hier die neue Straße, die Panke und eine 380 kV-Freileitung wortwörtlich in die „Quere“ kommen.

In den zurückliegenden Jahren wurden die Ortsumgehungen Kuhbier, Weisen, Perleberg, Pritzwalk und die freien Strecken dazwischen ausgebaut. Bisher flossen in die B 189 zwischen Kemnitz und Wittenberge rund 87 Millionen Euro.

Bis zum Ende der Bauarbeiten der B 189 soll auch der Bahnübergang in Groß Pankow saniert und umgestaltet sein. Zur neuen Ausstattung gehört dann auch eine moderne Halbschrankenanlage. Allerdings war zum symbolischen Baustart der B 189 kein Vertreter der Deutschen Bahn anwesend. „Die Bahn hat uns jedenfalls zugesichert, dass beide Vorhaben, also B 189 und Bahnübergang, zeitgleich fertig werden sollen“, sagt Albrecht Klein auf Nachfrage.

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