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Der Prignitzer

24. November 2017 | 03:10 Uhr

Wittenberge : Sparsamere Beleuchtung mit LED

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kommune rüstet 700 ihrer 2750 Straßenlaternen in der Stadt und in ihren Ortsteilen auf Leuchtdioden um

„Wir rüsten rund 700 Lichtpunkte, sprich Straßenleuchten, in Wittenberge und Ortsteilen auf LED um und sind damit jetzt fast durch“, sagt Harald Schulz, als Mitarbeiter im städtischen Bauamt zuständig für dieses Projekt. Ist es in Kürze abgeschlossen, wird rund ein Viertel aller Leuchten mit den sparsameren LED bestückt sein. Insgesamt leuchten in den Straßen und Wegen der Stadt, in Bentwisch, Lindenberg und in den kleinen Orten hinterm Elbdeich 2750 Straßenlaternen. Und jede von ihnen spendet im Jahr durchschnittlich etwa 4000 Stunden Licht. Das kostet über zwölf Monate rund 200 000 Euro für Strom. Hinzu kommen die Wartungskosten, verdeutlicht Schulz die Dimension, die dahinter steht. Der Vorteil bei den LED: Sie sind deutlich sparsamer im Verbrauch. Und durch die längere Lebenserwartung verringere sich der Wartungsaufwand.

Mit dem Einsatz der Leuchtdioden will die Stadt Strom, aber auch Wartungskosten sparen. Erst einmal musste bzw. muss die Kommune aber Geld in die Hand nehmen. Schulz beziffert die Umrüstungskosten auf zirka 75  000 Euro. In vier bis fünf Jahren sollen sich diese Kosten amortisiert haben. Auf die Bürger kommen mit der Umrüstung laut Bauamt keine Kosten zu. „Wir erhalten eine 100-prozentige Förderung nach dem kommunalen Investitionsprogramm“, erläutert Schulz.

In der Regel mussten bzw. müssen in den Straßenzügen nur die alten gegen die neuen Leuchtmittel, wie die Fachleute sagen, ausgetauscht werden, weil LED seit zwei, drei Jahren auch als Schraubmodule im Angebot sind. In einigen wenigen Fällen, wie beispielsweise im Rabensteig, allerdings auch die gesamten Leuchtenaufsätze.

Es fällt auf, dass die Stadt sich mit ihrer Umrüstung auf Wohngebiete und Nebenstraßen konzentriert. Zufall oder Absicht? Es sei Absicht, sagt Schulz. In Hauptstraßen wie der Perleberger oder auch der Rathaus- oder der Bahnstraße setze man lieber auf das Dimmen der vorhandenen Natriumdampflampen, um Strom zu sparen. Denn unter dem Strich würden diese Leuchtmittel selbst bei Dimmung eine insgesamt flächenhaftere Ausleuchtung gewährleisten. LED haben in der Regel zwar ein weißeres Licht, die Lichtstreuung ist aber nicht ganz so groß, wie bei herkömmlichen Natriumdampflampen. Die Stadt hat entschieden, dass in den Wohngebieten die helleren LED einzusetzen sind, in den Hauptverkehrsstraßen bleiben wir beim gewohnten gelberen Licht.

Im Gegensatz zu anderen Kommunen – vor allem Dörfern – war das grundsätzliche Abschalten von Straßenbeleuchtung bisher kein Thema, um Einsparungen vorzunehmen.

 

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