zur Navigation springen

Verkaufsoffener Sonntag in Wittenberge : Spargelmarkt ohne Markttreiben?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nur drei Händler am Sonntag auf dem Bismarckplatz / WIR sieht eigene Planung kritisch

von
erstellt am 13.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Am Wochenende fand der elbstädtische Spargel- und Garanienmarkt erstmals an einem Sonntag statt. Das Marktgeschehen blieb jedoch arg begrenzt: Nur die Gärtnerei Haering sowie zwei Spargelhändler aus der Altmark boten ihre Waren an. Rosemarie und Egon Hinze kommen seit 14 Jahren zu diesem Markt, hatten rund 150 Kilo Spargel dabei.

Gegen 11 Uhr war das Gemüse fast ausverkauft, obwohl kaum Besucher auf dem Markt waren. Knapp zehn waren es zu diesem Zeitpunkt. Wer kam, kaufte meist gleich mehrere Kilo. „Er wird gestochen und abends sortiert, lagert nachts in der Kühlzelle und wird morgens ausgeliefert. Frischer geht nicht“, sagte Rosemarie Hinze. Sie fand es schade, dass keine weiteren Angebote auf dem Markt waren, nicht einmal ein Imbiss.

Zumindest in Bezug auf den Imbiss widerspricht Sibylle Jürgens vom Wittenberger Interessenring WIR, der den Markt organisiert hat. „Am Mittag war ein Stand geöffnet, an dem die Besucher Mittagessen konnten.“ Dennoch ist der WIR nicht wirklich zufrieden mit dem Spargel- und Geranienmarkt. „Wir müssen uns angesichts der Teilnehmerzahl überlegen, ob es sinnvoll war, den Markt auf den Sonntag zu legen. Die Entscheidung fiel, um ihn mit dem verkaufsoffenen Sonntag zu kombinieren, aber optimal war das anscheinend nicht. Hätten wir den Markt am Samstag veranstaltet, wären zwei Händler mehr gekommen“, so Jürgens.

Zudem hätten weitere Faktoren die Besucher vom Gang in die Innenstadt abgehalten, beispielsweise das unbeständige Wetter, die Landratswahl und andere Veranstaltungen wie das Dampflokfest.

Die Einzelhändler in der Innenstadt bewerten den verkaufsoffenen Sonntag sehr unterschiedlich. Für den Deko- und Geschenkeladen Safari am Bismarckplatz habe sich eine Teilnahme nie richtig gelohnt. „Aus diesem Grund haben wir schon seit einiger Zeit daran nicht mehr teilgenommen“, sagt Inhaberin Kerstin Müller. Ausnahme sei das Candlelight-Shopping. „Diese Veranstaltung kommt unserem Angebot natürlich entgegen, so dass wir daran immer gern teilnehmen.“ Für Bärbel Pelen vom Sport-Mode-Treff in der Wilhelmstraße war der Tag durchaus erfolgreich. „Ab 13 Uhr ging es richtig los, reichlich Kundschaft und guter Verkauf“, sagt sie. Dabei hätten neben Stammkunden, die ohnehin regelmäßig in dem Sportgeschäft kaufen, auch neue Kunden vorbeigeschaut. „Wir sind damit sehr zufrieden.“

„Es war ein durchschnittlicher verkaufsoffener Sonntag“, sagt Gabriele Braband vom Modegeschäft Krakow in der Bahnstraße. „Dennoch muss man bei so was präsent sein, den Kunden das Angebot machen und zeigen, dass man nicht unbedingt in die großen Städte fahren muss, um gut einzukaufen.“ Das parallele Dampflokfest hält sie für unproblematisch. „Eigentlich passt das, denn die Besucher einer solchen Veranstaltung können noch zum Shoppen in die Stadt.“ Allerdings hätten die Wahl und das schlechte Wetter sicher Kundschaft gekostet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen