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Stadtumbau Wittenberge : Spagat zwischen Neubau und Wohnungsabriss

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bürgermeister: Stadtumbau verlangt auch Aufwertung von attraktiven Arealen

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Der Neubau von Stadtvillen an der Elbe und der Abriss fast eines ganzen Wohngebietes, nämlich des Allende-Viertels: Wie verträgt sich das?

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann sagt: „Auch für eine Stadt mit Leerstand und damit Rückbau sind Sanierung und Neubau wichtige Themen.“ Es seien Instrumente, die Attraktivität der Stadt zu steigern, indem man herausragende Wohnlagen erschließt. Hermann hat diese Sicht bzw. Position in seinem Vortrag „Demographischer Wandel und Stadtentwicklung in Wittenberge“ verankert. Mit diesem Vortrag hat das Wittenberger Stadtoberhaupt Ende des vergangenen Jahres und Ende Januar auf hochrangigen Veranstaltungen der bundesdeutschen Wohnungswirtschaft solche Aufmerksamkeit erregt, dass jetzt ein weiterer Auftritt vor einem ähnlichen Gremium ansteht.

Wenn die Rede von exquisiten Wohnlagen in Wittenberge ist, dann gehören auf jeden Fall die 9000 Quadratmeter zwischen Bad Wilsnacker Straße und dem alten Zollhaus an der Uferpromenade dazu. Sie sind, so Architekten und Planer, ein städtebaulicher Schatz. Deshalb hat die Kommune auch ein junges, deutsch-spanisches Architektenteam gewonnen (der „Prignitzer“ berichtete). Es hat Konzepte für dieses Filetstück künftigen städtischen Wohnens entwickelt. Der Vorschlag: Stadtvillen. Die jungen Architekten haben fünf dieser einzeln stehenden Gebäude auf dem Areal so platziert, dass die Bewohner das Wasser im Blick haben. Gedacht ist an Mehrfamilienhäuser, die sich durch eine anspruchsvolle und zeitgemäße Architektur auszeichnen sollen.

Gerade auch dieses Gelände am Wasser, so der Bürgermeister, steht für den Wandel, den die Stadt durchlebt. Das ehemalige Industriegebiet verändert sich. „Wir wenden uns in dieser prominenten Lage Wohnen, Tourismus und Kultur zu“, so Hermann. Und er verweist auch darauf, dass mit der Ansiedlung neuer Firmen die Nachfrage nach Wohnungen mit einem gehobenen Standard in entsprechender Lage zunimmt. Auch dem müsse die Stadt Rechnung tragen. Es sei ein Zeichen des Wandels und der Umstrukturierung.

Nach wie vor unbeantwortet ist in jenem prominenten Stadtquartier allerdings die Frage, wofür die drei großen und frisch sanierten Denkmalspeicher an der Promenade genutzt werden können. Es gebe bislang keine tragfähige Idee, so der Bürgermeister.  

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