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Nachwuchs im Tierpark : Sonntagskinder: Drei Burenziegen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Noch einmal in diesem Jahr stellte sich Nachwuchs im Tierpark ein / 39 Jahre alte Bärin Mira verstarb vor Weihnachten

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 16:52 Uhr

Drei Zicklein, genauer gesagt kleine Burenziegen, sind am Sonntag im Tierpark geboren – ein Zwillingspärchen und ein Mädchen. „Für dieses Jahr dürfte es bei uns der letzte Nachwuchs sein“, fügt Tierparkleiter Michael Niesler an. Er ist sichtlich zufrieden mit dem, was sich in diesem Jahr an Nachwuchs eingestellt hat. Zwei Trampeltiere wurden geboren, „für die wir bereits Abnehmer haben“. „Im Frühjahr geht eins nach Bad Pyrmont und das andere nach Eberswalde. Zwei Esel, acht Mal Nachwuchs beim Damwild, und auch beim Rotwild gab es fünf Kälber“, so Michael Niesler.

Der Lauf der Natur – die einen werden geboren, andere sterben. Am 23. Dezember schlief die alte Bärin Mira ein. 40 Jahre wäre sie jetzt alt geworden, „das ist schon etwas Besonderes“, betont der Tierparkleiter, denn in Gefangenschaft haben diese Tiere eine durchschnittliche Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren. Der älteste Bär soll allerdings 47 Jahre alt geworden sein, berichtet Niesler. 1976 kam Mira aus dem Schweriner Zoo nach Perleberg, und hier wurden dann auch Benn und Biene geboren. Mehr Bären wolle man nicht halten und sei so auch froh, dass die beiden unter sich geblieben sind. „Der große Bärenwald in Güstrow hat selbst ausreichend Junge und ansonsten gibt es kaum einen Markt für diese Tiere.“

Bei den anderen Vier- und Zweibeinern sehe es günstiger aus. Für die Rotwildkälber beispielsweise gab es gleich Abnehmer.

Im Tausch oder wie im Fall der Nasenbären aus Burg Stargard, wo der dortige Tierpark aus finanziellen Gründen aufgeben musste, gibt es auch im Tierpark immer wieder Neuzugänge. Auch die Erdmännchen kamen so in die Prignitz. Und bei denen wünscht sich der Tierparkleiter im neuen Jahr wieder Nachwuchs. „Wir könnten auf jeden Fall noch welchen vertragen.“

Bautechnisch soll 2016 das Gehege für die Nasenbären neu her- und eingerichtet werden. Das Projekt hat sich der Förderverein des Tierparks auf die Fahnen geschrieben. Neu entstanden ist im zu Ende gehendem Jahr die Dingo-Anlage. Ein Wunsch fürs neue Jahr ist der Spielplatz, wie es ihn eben nur in einem Tierpark gibt. Ohne Fördermittel allerdings kaum machbar. Mit der Stadt und der GWG Wohnungsgesellschaft als Betreiber wolle man ausloten, was da machbar sei.

Insgesamt betrachtet ist der Tierparkleiter wieder mit dem zu Ende gehenden Jahr zufrieden. „Auch wenn wir nicht an die Zahl von 2014, wo wir den 50. Geburtstag des Tierparks feierten, herankommen, so werden wir dennoch wieder zwischen 70 000 und 80 000 Besucher in diesem Jahr haben.“ Und damit verbindet der Michael Niesler zugleich die Einladung, zwischen dem Jahreswechsel unbedingt einen Spaziergang im Tierpark einzuplanen. „Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.“

 

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