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Fassadengestaltung in Lindenberg : So schön kann Wasser aussehen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gymnasiasten und Fassadenkünstler gestalten Äußeres des Stadtwerke-Gebäudes neu / Projektidee soll fortgeführt werden

Fast scheint es, als könnte man den Wasserstrahl anfassen oder das Trinkglas und den Wasserhahn berühren. So lebendig wirkt die Fassadengestaltung an der Giebelseite des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke im Ortsteil Lindenberg.

Zehntklässler des Kunstkurses des Marie-Curie-Gymnasiums haben in einem Ideenwettbewerb Vorschläge gemacht, wie die Wand aussehen könnte. „Die alte Bemalung war um die zehn Jahre alt. Es sollte etwas Neues her und da haben wir im Gymnasium einen Kooperationspartner gefunden“, erklärt Prokurist Christian Kantor den Hintergrund. Die Kosten für die Umgestaltung liegen bei 5000 Euro. Auch ein Nebengebäude erhielt ein neues Motiv, auf dem quasi ein Einblick ins Innere gegeben wird.

Anfang Juni begann dann das Projekt mit der Schule. Insgesamt 39 unterschiedliche Entwürfe reichten die Jugendlichen ein. Aus ihnen wählten die Stadtwerke vier Favoriten, die dann bei der Zeugnisausgabe am 20. Juli prämiert wurden. Anschließend wurden die vier Bilder an den Künstler Mathias Philipp übergeben.

Der 29-Jährige aus Groß Kreuz gestaltet hauptberuflich Flächen im öffentlichen und privaten Raum. „Es sollte eine frische, repräsentative Optik werden und ich denke, das ist gelungen“, sagt Philipp im Gespräch mit dem „Prignitzer“.

Auf Basis der Schülerentwürfe erdachte er das Gesamtkonzept. Am 19. September begann der Künstler mit der Arbeit, die er als mittelgroßen Auftrag bezeichnet. Nach knapp zweiwöchiger Arbeit erstrahlt nun die Fassade der Stadtwerke in neuem Glanz. Als das Wandbild fertig war, wurden die vier Sieger eingeladen, um ihnen zu zeigen, was aus ihren Ideen geworden ist. „Wir danken den Schülern und Mathias Philipp für die Umsetzung“, so Kantor. Die Zusammenarbeit mit dem Künstler wird jedoch weitergehen. „Wir haben für dieses Projekt sehr viel positive Resonanz erhalten. Deswegen wollen wir die Idee ausbauen.“ Geplant ist, Verteilerhäuschen im Stadtgebiet zu verschönern. „Wir wollen so weniger Angriffsflächen für Schmierereien bieten“, meint Philipp. Angst, dass seine Werke übermalt werden, hat er nicht unbedingt. „Viele haben dann doch Respekt vor der künstlerischen Leistung eines anderen.“

Der 29-Jährige, der in vielen Bundesländern – aber hauptsächlich in Brandenburg – arbeitet, plant auch einen Workshop mit den Wittenberger Schülern. „Das jetzige Projekt hat gezeigt, dass das Interesse der Jugendlichen da ist und es hat mich überzeugt. Deswegen möchte ich das gern vertiefen.“ Wann genau die Umgestaltung der Verteilerhäuschen in der Stadt beginnen soll, ist noch nicht klar. „Ich hoffe, dass es im ersten oder zweiten Quartal 2017 klappt“, so Philipp. 

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erstellt am 20.Okt.2016 | 10:00 Uhr

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