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Perleberger Hagen : So könnte der Spielplatz aussehen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

420 Kinder und Eltern notierten ihre Wünsche, Landschaftsarchitekturbüro fertigte danach einen Entwurf

Modern und zugleich zum Hagen passend, so soll der neue Spielplatz dort werden. Das jedenfalls wünschen sich ein Großteil der Kinder und Eltern. Im Zuge der Umgestaltung des Hagens zwischen Gummisteig und Bäckerstraße, sprich der südliche Bereich, hatte die Stadtverwaltung sie befragt. „1000 Fragebögen wurden an Schulen und Kindergärten der Stadt verteilt“, listet Antje Hartwig vom Umweltamt auf. Im Stadtentwicklungsausschuss stellte sie nun das Ergebnis vor.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, belegen, dass der Spielplatz im Hagen ein Treff für Groß und Klein ist und es unbedingt auch bleiben soll. 420 Fragebögen erreichten die Verwaltung, und 77 Prozent der Befragten plädieren für diesen Standort. Im wesentlichen füllten Eltern und Kinder gemeinsam die Bögen aus. Aber auch 135 Erwachsene brachten hier zu Papier, wie sie sich einen Spielplatz für ihren Nachwuchs vorstellen. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Platz zum Toben, ein Treff für Muttis mit ihren Kindern aber auch für die Jugend. Balance- und Kletterparcour, Sandkiste, Schaukel aber auch Fahrradständer, Bänke zum Chillen und Tische – die Wunschliste ist lang. Auch Fußballtore und ein Platz zum Grillen werden angeführt. „Doch da scheiden sich die Geister“, räumt Antje Hartwig ein. Dem Bewegungsdrang des Nachwuchses soll entsprochen werden, aber zum Bolzen gäbe es andere Spielplätze in der Stadt. Bank und Tisch bieten sich an, aber eben kein Party-Ensemble.

Franz Beusch vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro hat derweil die Vorstellungen von Groß und Klein in einem Entwurf umgesetzt. Trampolin, Federwippe und weitere moderne Bewegungs- und Fitnessgeräte, aber auch ein Sandspielbereich mit Kletterkombination, im Randbereich Bänke bzw. Platz zum Relaxen und etwas abseits wegen der Sicherheit, eine Seilbahn.

Naturnah und modern kombiniert, so stellt sich auch das Material da – Holz kombiniert mit Metall, das zum einem dem Ganzen die notwendige Stabilität gibt und zum anderen sich der geplanen Möblierung dieses Bereichs des Hagens anpasst. Dr. Ritter (FDP) brachte hier eine Eckbanklösung ins Gespräch, die vor allem von Muttis gern angenommen werde. Und dieser Vorschlag stieß durchaus auf Gegenliebe.

Nach dem Konzert von Karat am 22. Juli soll der Hagen neugestaltet, mehr zum Erleben, zum Anfassen werden, eben eine grüne Lunge mit Aufenthaltsqualität. Neben dem neuen Gesicht des Spielplatzes geht es an die Wege. Vorgesehen ist, Gummisteig und die Hagenpromenade mit einer in Stahlbändern gefassten sogenannten Tennendecke – mehrschichtige, wasserdurchlässige Fläche aus mineralischem Korngemisch, ohne Bindemittel – zu erneuern. Die Kreuzungsbereiche werden mit Natursteinen gepflastert. Die Eichenpromenade werde nicht angefasst, ein Wurzelschutz sei somit nicht notwendig. Einstiege zum Wasser hin und wie gesagt eine entsprechende Möblierung mit Bänken, Papierkörben und dergleichen – all das soll dazu beitragen, der grünen Lunge der Stadt, ein ansprechenderes Aussehen zu verleihen. Übrigens, hinsichtlich der Beleuchtung setzt man auf LED und sogenannte Altstadtleuchten – eine etwas modernere Ausführung der Schinkelleuchte.

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erstellt am 19.Mai.2017 | 05:00 Uhr

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