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Zukunftsprojekte : Slawenburg und Designerbänke

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wettbewerb Zukunftsstadt: Interessante Ideen für den Perleberger Hagen und Bushaltestellen in der Rolandstadt

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 18:30 Uhr

Ein Spielplatz der Zukunft, ein Projekt, an dem Handwerker und Architekten beteiligt sind, ein Plan, der nachhaltig wirken soll. So formuliert Künstlerin Ute Reeh die nächsten Ziele im Wettbewerb Zukunftsstadt, an dem Perleberg und Wittenberge beteiligt sind.

Derzeit werden die Anregungen und die konkret formulierten Ziele der Workshops aufbereitet, teilweise ihre Umsetzung organisiert. Für den Spielplatz werde ein Modell entworfen, an dem regionale Künstler und Zimmerermeister beteiligt seien. „An dem Bau sollen Handwerker mitwirken.“ Es gibt die Idee, daraus ein Bildungsprojekt zu machen. Sowohl das Jobcenter als auch das CJD hätten Interesse bekundet. Ute Reeh hält eine kurzfristige Umsetzung für möglich.

Sie nennt ein weiteres Beispiel, ebenfalls in Perleberg. Häufig sei der Wunsch geäußert worden, den Hagen erlebbarer zu machen. Daraus entwickelt hat sich die Idee von einer Slawenburg: „Wir stellen uns ein vielleicht kniehohes Labyrinth vor, das dem Grundriss einer Slawenburg nachempfunden ist“, sagt Ute Reeh.

Landschaftsplaner und Historiker seien beteiligt. Selbstverständlich würde der Hagen als sensibler Raum beachtet, Sichtachsen nicht zerstört und sein Charakter bewahrt. Der Nachbau so einer Burg könnte in historischer Lehmbauweise erfolgen, was ebenfalls im handwerklichen Bereich einen Bildungsaspekt beinhalten würde.

Die Burg sei zunächst temporär geplant. Damit behalte die Stadt die Option, sie langfristig im Hagen zu belassen oder sie wieder abzubauen. Da nur Naturmaterialien verwendet würden, sei das kein Problem. Ute Reeh befürchtet keine immensen Kosten, im Wesentlichen gehe es nur um Arbeitskraft.

„Aus diesem Bau ließe sich ein Event, ein richtiges Volksfest machen“, sagt sie. Die Handwerkstechnik sei derzeit sehr gefragt. Sie könne sich vorstellen, dass Architekten den Bau aus Interesse begleiten.

Auch was den Wunsch nach Bänken an Bushaltestellen betrifft, sei man einen Schritt weiter. Die Schule an der Stepenitz hatte diesen Gedanken geäußert. Eine Designerbank soll die Tristesse an Haltestellen beenden. Die Stadt Perleberg habe bereits einen kleinen finanziellen Zuschuss für Materialkosten bewilligt. Ute Reeh setze gezielt auf künstlerische Ansätze, um solche Ideen umzusetzen. „Dabei sehe ich natürlich auch den ökonomischen Zusammenhang, aber ich habe die Erfahrung, dass solche Projekte möglich sind“, sagt sie.

Noch im Dezember werde es ein weiteres Treffen mit Beteiligten vor Ort geben. Bis zum Sommer kommenden Jahres müssen die Bewerbungsunterlagen für die zweite Phase des Wettbewerbs fertig sein.

Perleberg und Wittenberge werden sich mit einer Auswahl aus den Projektideen bewerben und hoffen auf Fördergeld, um diese umsetzen zu können.

 

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