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Aufregung in Wittenberge : Sirenen rufen Wehr zum Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vorfall in der Sandfurttrift war der Anlass für den Ruf der Sirenen. Der Stadtbrandmeister meint, die Art der Alarmierung unterstreiche die Dringlichkeit.

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Mittwoch später Nachmittag: In Wittenberge heulen die Sirenen. Leute stutzen. So ein Alarm ist ungewöhnlich. Wenig später sind die Sirenen noch einmal zu hören. Und damit nicht genug. Gut eine Stunde später heulen sie ein weiteres Mal. Wittenberger sind beunruhigt, einige so sehr, dass sie beim „Prignitzer“ anrufen, wissen wollen, ob die Stadt und damit auch sie in Gefahr sind.

Nein, Gefahr droht der Stadt nicht. Aber es droht eine Gefahr. Das Sirenensignal gilt den Kameraden der Wittenberger Feuerwehr. Der Grund: Aus der Sandfurttrift ist der Brand eines bewohnten Reihenhauses gemeldet worden. „Das bedeutet, es können Menschen in Gefahr schweben“, sagt Wittenberges Stadtbrandmeister Jens Bösel. In einem derartigen Fall werde zusätzlich zur Alarmierung per Pieper die Sirene ausgelöst, erläutert der Stadtbrandmeister weiter. Ausgelöst wird der an- und abschwellende Heulton von der Einsatzleitstelle in Potsdam. Die Entscheidung, ob Sirene oder nicht, treffen aber nicht die dortigen Mitarbeiter.

Sie reagieren quasi auf ein Stichwort. Der Brand eines bewohnten Hauses und dann noch in einer Häuserzeile, sei so ein Alarmwort, sagt Bösel. Was bei welchem dieser Stichworte was zu geschehen hat, also beispielsweise, welche Technik ausrücken muss, das ist in der jeweiligen Ausrückordnung einer Stadt oder eines Amtes festgelegt, heißt es aus Potsdam.

Auf jeden Fall, so der Stadtbrandmeister, unterstreiche ein Sirenenalarm für die Kameraden die Dringlichkeit eines Einsatzes. Uwe Kämmrich als stellvertretender Feuerwehrchef ergänzt, dass die Heultöne auch dort noch vernommen werden, wo ein Pieper keinen Empfang hat. Das kann beispielsweise in Einkaufsmärkten der Fall sein.

Dass der Sireneneinsatz Mittwochnachmittag im Zusammenhang steht mit dem schweren Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag auf der B 5 (der „Prignitzer“ berichtete gestern), zu dem auch Wittenberger ’draußen waren, stellt der Stadtbrandmeister in Abrede.

Verteilt über das Wittenberger Stadtgebiet finden sich drei Sirenen. „Eine bei uns auf dem Feuerwehrdepot“, zählt Uwe Kämmrich auf, die zweite in der Wiglowstraße, die dritte im Elsternweg, außerdem eine in Hinzdorf und in Bentwisch.

„Früher waren die Sirenen ja ab und an bei Probealarmen zu hören, aber heute ist das doch sehr ungewöhnlich“, sagt Helmut Piekarski. Der Wittenberger gehörte zu jenen, die beim „Prignitzer“ nachfragten, was es mit den durchdringenden Heultönen am Mittwoch auf sich hatte.

Apropos Probealarme. Die finden laut Kämmrich auch heute noch statt, sind aber kaum noch wahrnehmbar. Einmal im Monat werden die Anlagen ganz kurz ausgelöst. Sie heulen so zusagen nur an.

Der Brand in der Sandfurttrift ging zum Glück, der „Prignitzer“ berichtete, glimpflich aus, auch wenn die Feuerwehr zwei Mal dorthin ausrücken musste.

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