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Sind die Märkte in Perleberg Auslaufmodelle?

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erstellt am 02.Dez.2011 | 09:51 Uhr

Perleberg | Den Weihnachtsmarkt und den Suren-Hansen-Markt wird es noch geben und auch die Wochenmärkte - zumindest bis zum 30. Juni 2012. Bis dahin hat die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung der Stadtverwaltung noch einen zeitlichen Spielraum eingeräumt. Wenn auch alles andere als diskussionslos und erst nachdem Thomas Domres (Linke) diesen Kompromiss ins Gespräch brachte. Denn die eigentliche Beschlussvorlage sah vor, eine bis zum 31. Dezember 2012 befristete Stelle fürs Marketing "Perleberger Wochenmarkt und Sondermärkte/Infobüro" in der Stadt zu schaffen.

Ausgangspunkt ist, dass der bisherige Marktbetreiber den Vertrag nicht verlängert, somit ab dem 1. Januar wieder die Stadt in der Pflicht ist, wenn dann weiterhin geschäftiges Markttreiben an jedem Donnerstag sowie zum Suren-Hansen-, Kartoffel- und Weihnachtsmarkt den Großen Markt erfüllen soll.

Die Verwaltung begründet ihren Vorstoß mit einem städtischen Marktverantwortlichen, dass nur so die Qualität, "die sich die Stadt Perleberg vorstellt", gesichert werden könne.

Bürgermeister Fred Fischer betonte, dass nur durch die Einnahmen aus den Wochenmärkten das Budget für die Sondermärkte, die "richtig Geld kosten", erwirtschaftet werden könne.

Elisabeth Pietzsch (SPD) plädierte hingegen dafür, dass die Marktbetreibung wieder ausgeschrieben werde. Vorübergehend könnte diese Arbeit von Mitarbeitern der Stadt übernommen werden. Alles andere halte sie für nicht gerechtfertigt. Und sie forderte wie schon im Hauptausschuss, dass Alternativen geprüft, Gespräche beispielsweise mit dem WIR in Wittenberger auch geführt werden und man es nicht bei einem Anruf belasse.

Bedenken äußerte auch Rainer Pickert (CDU), da es keine Kostenvergleich gebe. Elke Lange (Linke) fragte, warum bis heute keine Ausschreibung erfolgt sei, habe der bisherige Marktbetreiber doch schon im Sommer bekundet, dass er sich zurückziehe. Aus seiner 20-jährigen Arbeit in der Verwaltung wisse er, so Udo Becker (CDU), dass man mitunter auch Leute für andere Aufgaben heranziehen müsse.

Letztlich fand der Antrag von Domres, bis zum 30. Juni eine befristete Stelle zu schaffen, mehrheitlich Zustimmung. Offenkundig auch vor dem Hintergrund, dass niemand der Überbringer schlechter Nachrichten sein will.

Umgehend soll zudem eine Ausschreibung der Märkte erfolgen. Anfang des neuen Jahres will der Bürgermeister zudem das Thema Stellenplan in der Verwaltung im Stadtparlament darstellen.

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