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Der Prignitzer

21. Oktober 2017 | 21:42 Uhr

Blutspende : Sie wollen Leben retten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

DRK Prignitz zeichnet langjährige Blutspender aus und dankt Mitgliedern für ihren Hochwassereinsatz

von
erstellt am 30.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Blutspende? Nee, dit will ich nicht. So einen Satz hat Bernd Roesner schon häufig gehört. „Dir müsste etwas passieren, du brauchst Blut, aber niemand hat gespendet. Dann wäre es mit dir vorbei“, pflegt er darauf zu sagen. Er möchte nicht belehren, nicht auffordern, „aber nachdenken sollten sie schon über diese Worte“, meint Roesner.

Für ihn ist die Blutspende seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Bei der ersten war er gerade 18 Jahre alt. Mittlerweile sind 75 Spenden offiziell vermerkt. Dafür wurde er am vergangenen Freitag vom DRK Prignitz ausgezeichnet. „Ich bin ständig unter Kontrolle, wenn meine Werte nicht stimmen, bekomme ich einen Hinweis“, nennt Roesner einen guten Grund für die regelmäßigen Spenden. Viel wichtiger sei aber: „Du kannst Leben retten.“

Dem stimmt Sabine Kolbow zu. Sie wird für 50 Spenden ausgezeichnet. Ihre Mutti war Krankenschwester, so dass sie früh mit dem Gesundheitswesen in Berührung kam. Mitte der 80er Jahre habe sie dann selbst begonnen zu spenden. „Bisschen aufgeregt war ich, aber es ist wirklich nicht schlimm“, sagt sie.

Wenn zeitlich alles passt, spendet sie jedes Quartal einmal. „Häufiger darf ich ja nicht.“ Mittlerweile habe sie ihre Tochter überzeugt und auch ihr Mann habe schon gespendet. „Das Leben von Menschen zu retten, ist Motivation genug“, sagt sie. Insgesamt wurden am Freitag 70 Blutspender ausgezeichnet.

Zugleich nutzte Hans Lange als DRK-Kreisvorsitzender die Gelegenheit und zeichnete 41 Einsatzkräfte mit der Hochwasser-Medaille aus. Sie hatten im vergangenen Jahr gegen die Elbeflut gekämpft. Bernd Roesner steht auch hier auf der Namensliste. „Ein Kumpel fragte, ob ich nicht beim Katastrophenschutz mitmachen wolle und ich dachte, warum nicht.“ Als Hobbykoch stand er an der Gulaschkanone, versorgte Einsatzkräfte und Wittenberger, die die evakuierte Altstadt verlassen hatten.

Jens und Juliane Wegner halfen als Mitglieder der Wasserwacht Wittenberge beim Abdichten der Deichbaustelle in Garsedow. „Wir haben wasserseitig Folien und Sandsäcke verbaut“, sagen sie. Aktuell sind sie beim DRK nicht ganz so aktiv. Grund ist Töchterchen Jara. Mit ihren drei Monaten steht sie derzeit im Mittelpunkt des Familienlebens.


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