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Der Prignitzer

24. November 2017 | 19:46 Uhr

Sie wollen keine neuen Windräder

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2012 | 10:39 Uhr

Pröttlin | Es bleibt bei den zwölf Windkraftanlagen. Wie jüngst der Ortsbeirat Groß Warnow wiederholte jetzt auch der Ortsbeirat Pröttlin seinen Beschluss gegen eine Öffnung des rechtsgültigen Bebauungsplans für das Windeignungsgebiet Pröttlin und damit gegen den Bau weiterer Anlagen. Ein weiterer Beschluss sprach sich gegen die mögliche Eröffnung eines weiteren Windeignungsgebiets bei Pröttlin/Pinnow/Zapel aus.

Zwei Planer waren an den Ortsbeirat mit der Option herangetreten, in dem bestehenden Windpark vier bis fünf weitere Anlagen zu bauen - und stießen auf den massiven Widerstand von Bürgern und Ortsbeirat. "Die Geräusche sind jetzt schon so stark, dass man nicht bei offenem Fenster schlafen kann, auch haben wir Schattenwurf vom Keller bis zum Dach", erklärte Gundula Flehr. Den Argumenten der Planer, dass in das Gebiet noch vier bis fünf Anlagen reinpassen und "überhaupt nicht ein bisschen stören würden", folgte auch Marina Maaß nicht: "Die Geräusche potenzieren sich", widersprach das Ortsbeiratsmitglied. Ebenso brachten Bürger die Befürchtung zum Ausdruck, dass die Grundstücke weiter an Wert verlieren, gebe es doch bereits jetzt bei Verkäufen Wertverluste.

Mit den von den Planern vorgeschlagenen neuen Anlagen würde das Windeignungsgebiet so voll gestopft, wie es die Pröttliner nie wollten. "Daher haben wir durch den ersten Investor die Anzahl der Windräder mit einem Bebauungsplan begrenzen lassen und mussten als Kompromiss noch zwei Anlagen hinnehmen. Damit ist Schluss", stellten die anwesenden Bürger klar. Und das auch mit Blick darauf, dass bei Milow auf Mecklenburger Seite ebenfalls ein Windpark mit 15 Anlagen entstehen soll. "Aufgrund der überwiegenden Windrichtung West und der Schlagschatten waren wir von Anfang an gegen ein Windeignungsgebiet auf der Westseite unserer Dörfer. Der Kompromiss, die Anlagen östlich zwischen Pröttlin und Sargleben zu errichten, wurden jedoch abgelehnt", erklärte Claus Schöne.

Harsche Kritik riefen Lockangebote eines Planers hervor, die Heizungsmodernisierung in der Kita Pröttlin unterstützen zu wollen. "Das sind unlautere Angebote auf Kosten der Menschen, nur um die zusätzlichen Windräder durchzukriegen", erboste sich Gundula Flehr. So ließen sich die Bürger nicht überzeugen.

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